Bauernblatt Schleswig-Holstein
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14.08.2009 -
Landwirte sollen neue Grippe ernst nehmen
Derzeit sollten Schweinehalter besonders darauf achten, keine Betriebsfremden Personen in die Bestände zu lassen, um eine Ansteckung mit der neuen Grippe zu vermeiden. Foto: BD
Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die landwirtschaftlichen Betriebe aufgerufen, die neue Variante der Influenza H1N1 ernst zu nehmen. Laut DBV wurden bisher nur vier Fälle bekannt, bei denen Schweinebestände durch erkrankte Menschen mit der neuen Grippe infiziert wurden. Diese Bestände lägen in Kanada, Australien, Argentinien und Brasilien. Die betroffenen Bestände seien – bis auf einen Fall – nicht getötet, sondern unter Quarantäne gestellt worden, bis die Tiere nicht mehr ansteckend gewesen seien. Da derzeit viele Mitbürger aus dem Urlaub zurückkehrten, seien die schweinehaltenden Betriebe besonders aufgefordert, keine Menschen mit typischen Grippesymptomen wie Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen in ihre Bestände zu lassen, so der DBV. Auch wenn der Verlauf der neuen Grippe – die in der Berichterstattung irreführenderweise oft als Schweinegrippe bezeichnet wird – beim Menschen bisher als milde bezeichnet werden könne und bei Schweinen vermutlich ähnlich sei, sollte alles getan werden, dass nicht aus mangelnder Vorsicht heraus infizierte Schweinebestände in den Fokus der Medien rückten. Seit Ende April breitet sich von Mexiko ausgehend die neue Variante der Influenza H1N1 von Mensch zu Mensch weltweit aus. Am 11. Juli 2009 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die höchste Pandemiestufe 6 ausgerufen. Das bedeutet, dass mindestens zwei WHO-Regionen existieren, in denen eine fortgesetzte Ansteckung von Mensch zu Mensch stattfindet. b





