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Bauernblatt Schleswig-Holstein

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29.04.2009 -  

Bauernverband befürchtet Einbruch beim Verzehr von Schweinefleisch

Bild - Bauernverband befürchtet Einbruch beim Verzehr von Schweinefleisch

Völlig zu Unrecht sieht der Bauernverband neues Unheil auf die Schweinehaltung zukommen. Das Auftreten eines neuen Grippevirus in Mexiko und den Vereinigten Staaten treffe allein aufgrund seines Namens – Schweinegrippe - einen deutschen Wirtschaftsbereich, der gerade aus einer langen wirtschaftlichen Talsohle komme.

Bauernverbandspräsident Werner Schwarz stellte heute in Rendsburg klar: Bei diesem Influenzavirus handelt es sich trotz des Namens nicht um eine Infektion, die aus der Tierhaltung stammt. Keiner der erkrankten Menschen in Nord- und Südamerika habe nach bisherigen Informationen direkten Kontakt zu Schweinen gehabt. Vielmehr sei offenbar einer mangelhaften menschlichen Hygiene in Mexiko die Schuld zu geben.

Schwarz: „Der Name dieser Krankheit sollte der Wahrheit zuliebe in ‚Mexikanische Grippe’ geändert werden.“ Wer von Schweinegrippe rede, erwecke den Eindruck, dass der Erreger vom Tier übertragen werde. Tatsächlich aber verbreite sich der Erreger von Mensch zu Mensch, was viel bedenklicher sei. „Die Grippe hat mit Schweinen nichts, aber auch gar nichts zu tun“, betonte Schwarz und appellierte an Handel und Verbraucher, weiter auf gutes deutsches Schweinefleisch zu setzen.

Die Behörden forderte der Präsident auf, durch eine schnelle Information der Bürger und Kontrollen an den EU-Außengrenzen ein Übergreifen des Virus zu verhindern. Der internationale Reiseverkehr trage heute wesentlich zur Verbreitung solcher Krankheiten bei.
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