Bauernblatt Schleswig-Holstein
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24.04.2009 -
EU-Getreideintervention rege genutzt
Auch in den vergangenen Wochen ist den Interventionsstellen in der Europäischen Union weiter rege Getreide angedient worden. Wie die Europäische Kommission am vorigen Donnerstag in Brüssel mitteilte, wurden den Interventionsstellen in der Woche zum 5. April rund 156.000 t Getreide angeboten, darunter allein 138.000 t Gerste.
Unter Berücksichtigung des aktuellen Bestandsniveaus und der in der laufenden Saison bisher eingegangenen Andienungsgebote errechnete sich für die Intervention eine Getreidemenge von insgesamt 1,24 Mio. t. Von dieser Menge entfielen rund 602.000 t auf Gerste, 584.600 t auf Mais und 51.000 t auf Weichweizen.
Unterdessen führte die EU-Kommission einen ersten Gedankenaustausch zum Arbeitspapier über die zukünftige Funktion der Intervention für Hartweizen und Reis. Dabei hoben die Kommissionsmitglieder hervor, dass diese Regelung Eingang finden werde in eine horizontale Interventionsregelung, die derzeit für alle pflanzlichen Produkte vorbereitet werde. Auch für den Verkauf aus der Intervention werde an einer horizontalen Regelung gearbeitet. Der Getreideexport der EU verlief auch zuletzt weiterhin zügig. Im Zeitraum vom 24. März bis 14. April wurden Exportlizenzen unter anderem für 1,23 Mio. t Weichweizen, 146.000 t Hartweizen und fast 32.000 t Mais gezogen.
Seit Beginn des Vermarktungsjahres beliefen sich die Ausfuhren gemäß der Lizenzstatistik einschließlich der in Rohstoffäquivalente umgerechneten Getreideerzeugnisse auf insgesamt 25,4 Mio. t; gegenüber der gleichen Periode 2007/08 bedeutete das eine Steigerung um 10,5 Mio. t oder 70 Prozent. b





