Bauernblatt Schleswig-Holstein
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03.04.2009 -
Länder für Kooperation in der Absatzförderung
Auf der Suche nach Lösungen
Angesichts des Scherbenhaufens, den das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Absatzfondsabgabe hinterlassen hat, mahnen die Agrarminister der Bundesländer zu einer Fortführung wichtiger Aufgaben bei Marktberichterstattung und Agrarmarketing. In einem am vorigen Freitag bei der Agrarministerkonferenz gefassten Beschluss gaben die Ressortchefs das Ziel aus, „die Marketingaktivitäten der Länder und des Bundes so zu verbinden, dass die Wirkung der Maßnahmen maximiert und Synergieeffekte optimiert werden“. Der gemeinsame Auftritt der Bundesländer in Halle 20 auf der Internationalen Grünen Woche solle fortgesetzt werden. Gemeinsam mit der Messe Berlin werde nach Lösungen für die Fortsetzung der Präsentation gesucht. Unter Vorsitz von Niedersachsen wurde der Arbeitskreis „Grüne Woche“ beauftragt, ein überarbeitetes Hallenkonzept zu entwickeln, das die agrarpolitische Bedeutung der Halle in ihrer Außenwirkung wahrt, räumliche Möglichkeiten für politische Gespräche bietet und gleichzeitig kostenneutral ist. Das Bundeslandwirtschaftsministerium soll eine finanzielle Beteiligung an der Halle 20 prüfen. In Anlehnung an den bisherigen Empfang der CMA am ersten Messe-Freitag wird künftig ein gemeinsamer Abendempfang anlässlich der Gemeinschaftsschau angestrebt. Mit Blick auf die Auslandsmärkte plädierten die Agrarminister für eine Ausweitung der Exportoffensive des Bundeslandwirtschaftsministeriums sowie für mehr Agrarattachés an den deutschen Botschaften. Geprüft werden solle die Einbeziehung der Außenhandelskammern in die Exportförderung.Die Agrarminister begrüßten in Magdeburg die Schaffung der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) durch Verbände und Verlage der Land- und Ernährungswirtschaft. Ob die spezifischen Bedürfnisse von Politik und Verwaltung durch die AMI erfüllt werden könnten, könne jedoch erst nach Abschluss der anstehenden Verhandlungen von Bund und Ländern mit der AMI beurteilt werden. Für dringend angezeigt hält es die Agrarministerkonferenz, „eine tragfähige Nachfolgelösung für die bisher in die ZMP integrierte Marktberichtstelle Ost zu finden“. Hier soll die AMI gemeinsam mit den betroffenen Ländern einen Lösungsvorschlag präsentieren. Weil in Ostdeutschland die Landwirtschaftskammern fehlen, hatte die ZMP-Marktberichtstelle Ost in den neuen Bundesländern eine wichtige Rolle bei der Sammlung von Daten. Mit der Abwicklung der Marktbeobachter droht hier ein Vakuum.Der Deutsche Bauernverband (DBV) hatte von den Agrarministern im Vorfeld ihres Treffens ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Agrarmarketings sowie der Markt- und Preisberichterstattung verlangt. b





