Bauernblatt Schleswig-Holstein
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27.03.2009 -
Brüssel will Lage am Milchmarkt lediglich beobachten
Es werden keine schnellen Maßnahmen am Milchmarkt ergriffen Foto: Sigrid Rossmann/pixelio
Der EU-Agrarrat hat in seiner Sitzung am Montag in Brüssel beschlossen, die schwierige Situation auf dem Milchmarkt weiterhin genau zu beobachten, nicht aber mit schnellen Maßnahmen den Milchmarkt zu entlasten. Für den Deutschen Bauernverband (DBV) ist das nicht akzeptabel. Den in ihrer Existenz bedrohten Milchbauern müsse durch Absatz fördernde Maßnahmen wie eine Erhöhung der Exporterstattungen, Beibehaltung der internen Beihilfen, Ausdehnung der Intervention, Förderung von Schulmilchprogrammen rasch geholfen werden, forderte der DBV. Da die derzeitige katastrophale Marktlage eindeutig durch Probleme im Absatz, nicht durch Mehrproduktion, hervorgerufen werde, müsse hier mit entsprechenden Maßnahmen angesetzt werden. Dies hatte auch DBV-Präsident Gerd Sonnleitner im Vorfeld des EU-Agrarrates gegenüber Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel deutlich gemacht. Jetzt sollte zumindest das Schulmilchprogramm ausgebaut werden.Das beim EU-Gipfel beschlossene Konjunkturpaket müsse nun rasch umgesetzt werden. Die für die deutschen Milchbauern in Aussicht gestellten 90 Millionen Euro würden in der derzeit schwierigen Lage helfen, betonte der DBV. Er forderte Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner auf, auf der Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern schnellstmöglich diese Mittel für Milchbegleitmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. b





