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Bauernblatt Schleswig-Holstein

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27.03.2009 -  

Milchquoten im EU-Mittel weit unterliefert

Trotz der zum 1. April 2008 in Kraft getretenen Quotenerhöhung um insgesamt 2,5 Prozent werden die Milcherzeuger in der Europäischen Union im zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2008/09 den Molkereien voraussichtlich weniger Milch andienen als im Jahr zuvor. Die Europäische Kommission rechnet in zwei unterschiedlichen Szenarien mit einem Liefervolumen von höchstens 136,82 Mio. t Milch. Das sind 0,4 Prozent weniger Milch, als 2007/08 als 137,40 Mio. t zu den Molkereien in den 27 Mitgliedstaaten gelangten. Die EU-Quotenerhöhung wäre somit zur Vermeidung von Superabgaben in den meisten Mitgliedstaaten gar nicht nötig gewesen. Die Zwischenbilanz der Kommission kann zugleich als Indiz dafür dienen, dass die aktuelle Milchpreiskrise nicht auf die Quotenerhöhung zurückzuführen ist. Zugrundegelegt wurden für die Prognose die bis Dezember 2008 angelieferten Mengen. Am weitesten unterhalb seiner nationalen Referenzmenge bleibt im ablaufenden Quotenjahr wieder einmal Großbritannien, wo laut der Kommissi-onsschätzung noch Luft für die Anlieferung von 1,45 Mio. t Milch ist, das entspricht rund 9,5 Prozent der britischen Milchquote. In Deutschland rechnet die ZMP mit einer Unterlieferung von deutlich mehr als 2 Prozent. Oberhalb ihres Quotenlimits werden laut Einschätzung der Kommission lediglich Österreich, die Niederlande, Italien, Luxemburg und Zypern liegen. In Luxemburg und Zypern soll die Überlieferung aber minimal ausfallen. In Österreich wird im günstigeren Szenario mit einer Überschreitung der zulässigen Produktionsgrenze um 20.000 t Milch gerechnet, was laut Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA) einer Superabgabe von 5,36 Mio. Euro entspricht. In den Niederlanden veranschlagt die EU-Kommission die Überschreitung der Quote auf deutlich mehr als 60.000 t, in Italien auf etwa 240.000 t.
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