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Bauernblatt Schleswig-Holstein

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03.02.2012 -  

Brennpunkt: Schmallenberg-Virus

Bild - Brennpunkt: Schmallenberg-Virus

Die Schafe von Bernd Kröger sind zum Teil mit dem Schmallenberg-Virus infiziert. Es werden vermehrt tote oder missgestaltete Lämmer geboren. Das Lamm auf dem Arm hat zum Glück nur ein verkrüppeltes Bein und ist ansonsten quietschfidel und voll lebensfähig. Foto: Ann-Katrin Gerwers

Achtzig tote Lämmer sind eine extreme Belastung
Bernd Kröger betreibt gemeinsam mit seiner Familie eine Schäferei in Neuendorf bei Elmshorn. Er hält rund 800 Muttertiere, die in den wärmeren Monaten die Deiche der Elbe abgrasen und festtreten. Auf dem Betrieb wurden die ersten Fälle des Schmallenberg-Virus in Schleswig-Holstein bestätigt. Der Schäfer will der Öffentlichkeit zeigen, dass er auf seinem Betrieb nichts verkehrt gemacht hat. Deswegen lässt er die Medien (SH-Magazin, Sat1, RTL, diverse Zeitungen) auf seinen Hof und zeigt seine Tiere.„Unsere Lammzeit beginnt am 1. Januar. Die ersten Geburten verliefen auch alle normal. Stutzig wurden wir, als wir an einem Tag drei Ablammungen mit toten und missgestalteten Lämmern hatten“, berichtet Schäfer Bernd Kröger. Zunächst tippte die Familie auf einen Gendefekt durch einen Bock. Allerdings hatte sie dieselben Böcke wie zuvor eingesetzt. „Unsere Veterinärin, die wir daraufhin informierten, riet uns, die Tiere nach Neumünster ins Untersuchungslabor zu geben.“ Außerdem wurde der Kreistierarzt informiert. Durch Recherche im Internet stießen die Krögers auf die Beschreibung der Symptome des Schmallenberg-Virus, und durch die nächsten Geburten deformierter Lämmer vermuteten sie bald, dass sie davon betroffen seien. Sie ließen von zehn Muttertieren, die tote Lämmer geboren hatten, Blutproben nehmen. Diese wurden am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems untersucht, da das Labor in Neumünster derzeit die Untersuchungen noch nicht durchführen kann. „Zehn Tage später hatten wir die traurige Gewissheit, dass unsere Tiere vom Schmallenberg-Virus infiziert wurden“, sagt Bernd Kröger. 
Bisher gab es auf seinem Betrieb jeden Tag Ablammungen, bei denen missgebildete und tote Lämmer geboren wurden. „Problematisch wird es, wenn wir die Lämmer mit steifen Gelenken aus den Muttern herausziehen müssen“, so der Schäfer. Er hat neben den 80 Lämmern auch schon drei Muttertiere verloren. „Beides macht uns schwer zu schaffen. Die Lämmer waren für das Ostergeschäft eingeplant, das sind  Verluste, die wir noch nicht genau beziffern können, da die Lämmer zu Ostern meist sehr gefragt sind.“
Der Landwirt hat trotz der schlimmen Situation  nicht seinen Optimismus verloren und betont: „Wir haben in der Haltung und während des Ablammens nichts falsch gemacht und hätten auch nichts anders machen können.“ Er hofft  darauf, dass die Anfrage von Ministerin Juliane Rumpf Erfolg hat und es in irgendeiner Form Entschädigungen für die Verluste gibt. „Das Virus ist nicht von Tier zu Tier und schon gar nicht von Tier zu Mensch übertragbar“, so Kröger. Er unterstreicht, dass der Kreisveterinär des Kreises Steinburg, zu dem er ein sehr gutes Verhältnis hat, „einen sehr guten Job macht und uns hilfreich unterstützt“.
Insgesamt haben bei Krögers in dieser Saison bisher 307 Geburten stattgefunden. „Davon waren 370 Lämmer gesund und 80 tot oder nicht lebensfähig“, zählt Sabine Kröger auf. „Diese Totgeburten sind eine extreme Belastung, sowohl finanziell als auch seelisch“, ergänzt Bernd Kröger.  Einige Lämmer werden auch mit nur einem verkrüppelten Bein geboren. „So ein Bursche darf dann gerne weiterleben und wird von der Mutter genauso gesäugt wie ein normales Lamm“, bestätigt der Schäfer und zeigt ein munteres Lamm, das auf drei Beinen Bocksprünge macht. „Das sind Tiere, die nicht mit auf den Deich gehen,  aber wir haben auch genug Hauskoppeln, auf denen wir sie großfüttern können.“
Derzeit freut sich die Familie über jede normale Geburt und jedes gesunde Lamm. „Für mich sind gerade die ersten Ablammungen des Jahres immer wieder etwas Besonderes. Vor allem wenn man ein lebendiges, gesundes Wesen auf die Welt geholt hat. Auch wenn ich es schon zigtausendmal erlebt habe. Das ist für mich das Schöne an diesem Beruf“, bekennt der gestandene Schäfer leise lächelnd.
Die Lämmer werden übers Jahr vor allem auf den Deichen und sonstigen Wiesen großgezogen und anschließend vermarktet. Bernd Kröger ist seit über 20 Jahren Schäfer und übt seinen Beruf gerne aus. „Mein Sohn Heiko, der fast 18 ist und sein zweites Lehrjahr als Schäfer derzeit auf einem Betrieb in Dithmarschen macht, will unsere Schäferei übernehmen. Das freut mich ganz besonders, weil  bei den Schäfern oft Nachwuchsprobleme bestehen.“
Schwierigkeiten sieht Kröger vor allem im weiteren Verlauf. „Gegen das Virus gibt es noch keinen Impfstoff, und die Entwicklung eines solchen kann  dauern. Die Geburten für dieses Jahr sind noch lange nicht abgeschlossen, und auch bei den Rindern kann es noch Probleme geben“, so der Landwirt. Er überlegt sich derzeit schon, wie er seine Tiere vor den Mücken und Gnitzen der kommenden Draußensaison effektiv schützen kann. „Wir behandeln unsere Schafe alle sechs Wochen mit einer Magen-Darm-Kur und können das mit einer Behandlung mit einem Antiinsektenmittel verbinden. Das ist nicht die Ideallösung, aber wir müssen versuchen, die Tiere zu schützen.“ Er hofft, dass die Krankheit doch noch als Tierseuche anerkannt wird oder er  eine Entschädigung aus einem anderen Topf erhält.  „Denn  die Verluste sind derzeit immens“, betont Bernd Kröger.  Ann-Katrin Gerwers

Interview:
Welches Ausmaß haben bundesweit die Infektionen mit dem Schmallenberg-Virus?
Holger Eichele:
Wir haben es gegenwärtig leider mit einer stetig steigenden Zahl an Verdachtsfällen zu tun, und immer mehr werden auch vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt. Momentan – Stand Mittwoch – sind mehr als hundert Tierhaltungen, vor allem Schafhaltungen, in der Hälfte aller deutschen Bundesländer betroffen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium steht in permanentem und engem Kontakt zu den zuständigen Veterinärbehörden der Länder und zum FLI sowie zur EU-Kommission in Brüssel. Im FLI werden nicht nur laufend Proben von Verdachtsfällen analysiert, die die Veterinärämter einsenden, sondern die Wissenschaftler arbeiten auch intensiv an der Entwicklung eines Impfstoffes.
Bisher sind in erster Linie Schafherden betroffen. Befürchten Sie bei Rindern eine ähnlich dramatische Entwicklung?
Wir können natürlich keine Entwicklung vorhersagen, befürchten aber, dass es in den kommenden Wochen, wenn die Rinder zu kalben beginnen, verstärkt auch zu Totgeburten und Missbildungen der Kälber kommen kann. 
Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf hat Ihr Haus gebeten, sich für eine Anzeigepflicht dieser bislang unbekannten Krankheit in der EU einzusetzen. Wie reagieren Sie?
Wir benötigen eine Meldepflicht. Damit sind die Laboratorien verpflichtet, alle diagnostizierten Fälle zu melden. So können sich die Veterinärbehörden einen umfassenden Überblick über das Krankheitsgeschehen verschaffen, die Ausbreitung beobachten und Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen. Und genau das ist das Ziel von Bundesministerin Aigner auch auf EU-Ebene. Neben Deutschland sind bisher auch aus Belgien, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Frankreich Infektionen mit dem Schmallenberg-Virus bekannt geworden. Entsprechend hat sich das Bundeslandwirtschaftsministerium im Januar beim EU-Agrarrat in Brüssel dafür eingesetzt, eine Meldepflicht auch auf EU-Ebene einzuführen. Die Kommission hat zugesagt, das zu prüfen. Deutschland wird sich zusammen mit den Niederlanden außerdem weiterhin dafür starkmachen, dass Forschungsaktivitäten zur Diagnostik und Impfung auf europäischer Ebene gefördert werden.
In Deutschland wird die rechtlich verankerte Meldepflicht auf jeden Fall kommen: Ende März beschließt der Bundesrat darüber, danach kann sie in Kraft treten. Aber bereits jetzt ist mit den Ländern vereinbart, neue Verdachtsfälle unmittelbar über das elektronische Tierseuchen-Nachrichtensystem (TSN) zu melden.
Dieses Meldeverfahren ist unbürokratisch, schnell und vielfach erprobt. Damit ist es den Behörden möglich, täglich ein aktuelles Lagebild zu erstellen. Im Klartext: Auch wenn die amtliche Verordnung erst im März vom Bundesrat beschlossen wird, wird die nationale Meldepflicht bereits jetzt praktiziert.
Das Schmallenberg-Problem betrifft auch andere EU-Länder. Gibt es  Signale aus Brüssel zur finanziellen Entschädigung betroffener Landwirte?
Beihilfen können nur gezahlt werden, wenn es eine EU-weite Meldepflicht für eine Tierkrankheit gibt. Das legt das EU-Tierseuchenrecht so fest, und das ist mit Sicherheit ein weiterer Grund, warum wir eine Meldepflicht benötigen.
Interview: Ralph Judisch

Hintergründe und Verlauf
Das Schmallenberg-Virus Das Schmallenberg-Virus wurde im November 2011 bei Rindern neu entdeckt.   Aufgrund der Probenherkunft aus dem sauerländischen Schmallenberg wurde es vorläufig  nach diesem Ort benannt.
Vergleichende Analysen des Erbmaterials weisen darauf hin, dass es sich um ein Virus aus der Gattung der Orthobunyaviren handelt. Es wurde erstmals 1959 in Akabane (Japan) aus Stechmücken isoliert. Der Akabane-Virus wird durch verschiedene Stechmücken und Gnitzen (Bartmücken) übertragen. Er ist relativ gut untersucht. Das Schmallenberg-Virus ist  sehr eng mit mit dem Akabane-Virus verwandt. Bislang waren Orthobunyaviren bei Wiederkäuern in Asien, Australien und Afrika bekannt, und das besonders in den warmen Regionen. Nun greift das verwandte Schmallenberg-Virus auf Europa über und überlebt. Warum das so ist, das versuchen die Forscher derzeit fieberhaft herauszufinden. Sie wollen das Verwandtschaftsverhältnis des Schmallenberg-Virus zu den tropischen Verwandten klären, um einen Impfstoff zu finden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) treibt die Arbeit voran. Erstmals stellt das Bundesforschungsinstitut daher all seine Erkenntnisse Fachinstituten und Pharmafirmen zur Verfügung. Trotzdem wird dies Zeit in Anspruch nehmen. Vielleicht bekommen die Tierherden auch ohne den Impfstoff das Virus in den Griff und bauen eine Immunität dagegen auf. Die tückischen Viren werden durch einen Mückenstich auf Rinder, Schafe und Ziegen übertragen. Sind diese trächtig, dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Für die infizierten Muttertiere ist das zunächst nicht schlimm, aber über die Plazenta gelangen die Viren zu den Embryos. Sie sammeln sich im Gehirn und Nervensystem und beeinträchtigen deren Entwicklung so stark, dass sie starke Missbildungen bekommen. Der Landwirt nimmt meist erst dann die Krankheit wahr, wenn die missgebildeten Tiere geboren werden. Oft wird dabei der Geburtskanal der Tiere verletzt, sodass die Muttertiere für die Nachzucht nicht mehr eingesetzt werden können.
Dass sich das Virus so heftig und schnell ausbreitet, liegt  daran, dass es auf dem europäischen Kontinent neu ist und damit auf eine komplett ungeschützte Population trifft. Thomas Mettenleitner, Präsident des FLI, sagt, dass die sehr nahe verwandten Erreger, also die Akabane-Viren,   für die Menschen nicht gefährlich sind, auch nicht beim Verzehr von Lebensmitteln.
In Deutschland wurde bisher bei Tieren aus 215 Betrieben das Schmallenberg-Virus festgestellt (siehe Karte). Betroffen sind sieben Rinder-, 200 Schaf- und acht Ziegenhaltungen. Die Fälle traten in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen,  Schleswig-Holstein (17 Schafhaltungen), Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Brandenburg, Thüringen  und Sachsen-Anhalt auf (Stand  Mittwoch, 1. Februar). Experten sind beunruhigt, da die Lammsaison erst begonnen hat und das Ausmaß bei den Rindern nicht abzuschätzen ist.
 Im Landeslabor in Neumünster werden Kapazitäten zum Aufbau eigener Untersuchungsmöglichkeiten geschaffen.
Kirsten Müller

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27.01.2012 -  

Schmallenberg-Virus erreicht Schleswig-Holstein

Bild - Schmallenberg-Virus erreicht Schleswig-Holstein

Gnitzen  – auch Bartmücken genannt – übertragen nicht nur die Blauzungenkrankheit, sondern auch das Schmallenberg-Virus. Infektionen  können  bei Wiederkäuern unter anderem zu  Aborten führen. Foto: imago Fünf Fälle in Schafherden  In Schleswig-Holstein sind inzwischen fünf  Fälle einer Tierkrankheit festgestellt und bestätigt worden, die durch das sogenannte Schmallenberg-Virus ausgelöst wird (siehe auch vorige Ausgabe). Bei den Betrieben handelt es sich um größere Schafhaltungen, aus denen in der vorigen Woche Proben vom Landeslabor an das ...  mehr »


27.01.2012 -  

Wohin geht die Fahrt?

Bild - Wohin geht die Fahrt?

50 Jahre Gemeinsame Agrarpolitik. Doch wohin geht die Fahrt bei der nächsten Reform? EU-Kommissar Dacian Ciolos sucht noch den richtigen Gang, Bundesagrarministerin Ilse Aigner gibt auf dem Sozius derweil die Richtung vor. Das Spektakel auf dem roten Porsche-Trecker, Baujahr 1962, fand im Erlebnisbauernhof auf der Grünen Woche statt. Foto: ju...  mehr »


27.01.2012 -  

Breitband: Rentenbank unterstützt Ausbau

Bild - Breitband: Rentenbank unterstützt Ausbau

Foto: berlin-pics/pixelioUm die Erschließung des ländlichen Raums mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen als eine der zentralen Infrastrukturaufgaben zu fördern, leistet die Landwirtschaftliche Rentenbank seit Anfang dieses Jahres Unterstützung bei Investitionen in den Ausbau dieser Technologie. Dazu erweitert  die Rentenbank das bestehende Kreditprogramm „Räumliche Strukturmaßnahmen“. Antragsberechtigt sind sowohl Kreditnehmer mit kommunalem Hintergrund als auch gewerbliche Unternehmen, die im ländlichen Raum investieren. Nähere Informationen dazu sind in der aktualisierten ...  mehr »


20.01.2012 -  

Antibiotikaeinsatz: Landwirt  Hans-Jürgen Thun öffnet seine Stalltür

Bild - Antibiotikaeinsatz: Landwirt  Hans-Jürgen Thun öffnet seine Stalltür

Foto 1: Immer wieder geraten die Bauern in den Fokus der Medien. Brennpunkt zuletzt war die Veröffentlichung einer Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der multiresistente Keime auf Fleischproben gefunden hatte (siehe Bauernblattausgabe Nummer 2 vom 14. Januar 2012). Bei Familie Thun  konnten sich die Journalisten ein eigenes Bild machen.Foto 2: Klaus-Peter Lucht, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Rendsburg-Eckernförde, im Fernsehinterview.Foto 3: Landwirt Hans-Jürgen Thun hat nichts zu verbergen und legte die Zahlen seines Medikamenteneinsatzes der Presse vor. Fotos: Kirsten Müller „Ganz ohne  ...  mehr »


20.01.2012 -  

Gesetzesinitiative des Bauernverbandes  zum Flächenschutz

Bild - Gesetzesinitiative des Bauernverbandes  zum Flächenschutz

Aktion gegen Landfraß – machen Sie mit!Unbebaute Flächen sind eine begrenzte und zugleich begehrte Ressource. Um ihre Nutzung konkurrieren Land- und Forstwirtschaft, Siedlung und Verkehr, Naturschutz, Rohstoffabbau und Energieerzeugung, wobei sich insbesondere die Siedlungs- und Verkehrsflächen stetig ausdehnen. Dies sind die Fakten:Deutschland verliert 90 ha pro Tag wertvolles Acker- und Grünland.Schleswig-Holstein verliert  10 ha/ Tag Acker und GrünlandZiel der Bundesregierung bis 2020 ist die Inanspruchnahme neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen auf höchstens 30 ha pro Tag zu verringern.Die Versorgung mit ...  mehr »


16.01.2012 -  

Schleswig-Holstein zur Antibiotikadebatte

Bild - Schleswig-Holstein zur Antibiotikadebatte

Werner Schwarz Foto: Kirsten MüllerSchwarz begrüßt mehr TransparenzZu der wieder aufgeflammten Diskussion um den Einsatz von Antibiotika in der Geflügelhaltung stellt der Bauernverband Schleswig-Holstein fest:Das Thema ist nicht neu und wird seit geraumer Zeit von Politik, Wissenschaft, Praxis und Verbänden fachlich bearbeitet. Aktuell mündet diese Arbeit in dem  zu Wochenbeginn von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgestellten Maßnahmenpaket gegen Antibiotikaresistenzen in Form eines Entwurfes zur Änderung des Arzneimittelgesetzes.Bauernverbandspräsident Werner Schwarz hob am Dienstag in Rendsburg ...  mehr »


16.01.2012 -  

Brennpunkt

Bild - Brennpunkt

Antibiotika in der Geflügelhaltung sind umstritten.  Jetzt macht Bundesministerin Aigner Druck, deren Verbrauch deutlich zu senken. Foto: agrar-pressUnter Druck Die Debatte um den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung beherrschte diese Woche erneut die Schlagzeilen. Landwirte fühlen sich an den Pranger gestellt, Verbraucher sind verunsichert. Bundesagrar- und -verbraucherschutzministerin Ilse Aigner will nun  in der Sache ernst machen. Am Dienstag legte sie  ein Maßnahmenpaket vor. Hintergründe, Inhalte und Meinungen dazu haben wir in diesem Brennpunkt zusammengefasst.Mit ihrem Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes ...  mehr »


06.01.2012 -  

DBV-Präsident Sonnleitner zum Jahreswechsel

Bild - DBV-Präsident Sonnleitner zum Jahreswechsel

In Schleswig-Holstein lockt die Aktion „Raus aufs Land“, die alle zwei Jahre stattfindet, regelmäßig Zigtausende Besucher auf die beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe. Foto: juVertrauen fängt auf den Höfen anDer Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, hat die Wichtigkeit unterstrichen, auch im neuen Jahr mit Öffentlichkeitsarbeit weiter das Vertrauen in die Arbeit des landwirtschaftlichen Berufsstandes zu festigen. „Akzeptanz und Vertrauen in Lebensmittel fängt bei uns auf den Höfen an“. Das hat  der DBV-Präsident  in seinem Grußwort zum Jahreswechsel ...  mehr »


06.01.2012 -  

Zulässigkeit der zusätzlichen Modulation infrage gestellt

Bild - Zulässigkeit der zusätzlichen Modulation infrage gestellt

Wer von einer denkbaren Reduzierung des Modulationsabzuges profitieren möchte, muss nun einen Widerspruch gegen den Auszahlungsbescheid erheben.  Der Bauernverband hält Musterwidersprüche für seine Mitglieder bereit. Foto: akgWiderspruch gegen Prämienbescheide einlegen!Mit einem kürzlich veröffentlichten Beschluss vom 28. September 2011 hat das Verwaltungsgericht (VG) Frankfurt/Oder dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) Fragen zur europarechtlichen Zulässigkeit der seit 2009 erhöhten Modulation zur Entscheidung vorgelegt.Durch eine Änderung der einschlägigen europäischen Rechtsnormen wurde ...  mehr »


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