Schleswig-Holstein

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Pferd und Reiter

22.10.2010 -  

Weltmeisterliche Gene beim Trakehner Hengstmarkt

Bild - Weltmeisterliche Gene beim Trakehner Hengstmarkt


Der Halbtrakehner Totilas ist das beste und teuerste Dressurpferd der Welt. Halbgeschwister des dreifachen Goldmedaillengewinners von Kentucky präsentieren sich nun in Neumünster. Foto: Trakehner Verband/Lafrentz


Körung, Auktionen und interessantes Rahmenprogramm


„Ich bin sehr zufrieden. Wir werden in Neumünster sehr viele moderne und sportliche Typen sehen“, freut sich der Trakehner-Zuchtleiter Lars Gehrmann auf den 48. Internationalen Trakehner Hengstmarkt vom 28. bis 31. Oktober 2010. Dies bestimmt auch, weil unter den zahlreichen Junghengsten und Auktionspferden einige Halbbrüder und -töchter des Goldpferdes Totilas sind.


Er ist derzeit in aller Munde: Wunderpferd und Halbtrakehner Totilas. Der E. H. Gribaldi-Sohn soll für eine hohe Millionensumme an den Unternehmer, ehemaligen Championatsreiter und Pferdezüchter Paul Schockemöhle verkauft worden sein – die höchste Summe, die bisher für ein Dressurpferd gezahlt wurde. Und das, nachdem der lackschwarze Hengst auf den Weltreiterspielen in Kentucky mit Edward Gal im Sattel dreimal Gold in der Dressur gewann. Auf dem Trakehner Hengstmarkt treten nun zwei Halbbrüder des Wunderpferdes zur Körung an. Die Gribaldi-Söhne Imhotep (Mutter von Hohenstein) und All Agility (Mutter von Buddenbrock). Letzterer ist zudem Vollbruder von All Inclusive, dem Reservesieger des letzten Jahres und Trakehner-Bundeschampion der dreijährigen Pferde. Bei den zur Auktion stehenden Zuchtstuten ist zudem die Gribaldi-Tochter und Staatsprämienstute Oracle gelistet, und bei den Auktionsfohlen vertritt Kronlilie von Gribaldi den berühmten Vater.


Neben Edward Gal mit Totilas zählte auch Hans-Peter Minderhound mit Nadine zur siegreichen Mannschaft der Niederländer. Die Fuchsstute ist eine Tochter von TCN Partout, der einst mit Anky van Grunsven international Schleifen sammelte. Auch zum Trakehner-Topevent entsendet der Vererber eine Tochter: Kamee von Partout befindet sich in der Stutenkollektion und kann am Sonnabend über die Auktion meistbietend erworben werden.


In der Vielseitigkeit zählte Nicola Wilson mit dem Trakehner Opposition Buzz zur britischen Gold-Mannschaft. Der 13 Jahre alte Wallach stammt ab von Fleetwater Opposition, einem Trakehner Hengst, der in Großbritannien gezogen wurde. In Deutschland ist nur eine Tochter dieses wichtigen Vielseitigkeitsvererbers beim Trakehner Verband registriert: Adeline. Die Stute führt in diesem Jahr ein Hengstfohlen von Tycoon bei Fuß, und eben dieser junge Spross findet sich in der aktuellen Fohlenkollektion. Die Einzelgoldmedaille in der Vielseitigkeit gewann Michael Jung mit La Biosthetique Sam FBW. Der Vater des erst zehnjährigen Siegerpferdes ist der ehemalige Marbacher Landbeschäler Stan the Man xx. Zu den Junghengsten, die sich in Neumünster um ein positives Körurteil bewerben, zählt auch Pokerman. Der zweieinhalbjährige Trakehner stammt ab von Grafenstolz TSF-Stan the Man xx.


Insgesamt hat die Kommission rund um Lars Gehrmann auf zwölf Auswahlplätzen in der gesamten Bundesrepublik 52 Hengste für das Großereignis im hohen Norden selektiert, außerdem 13 Zuchtstuten, zwölf Reitpferde und 23 Fohlen. Die 52 Hengste stammen von 41 Vererbern ab, dabei sind etliche der Väter im Sport bis zur S-Klasse erfolgreich – unter anderem Hofrat, Hirtentanz, Grafenstolz TSF und Le Rouge.


Daniela Domnick/pm


 



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