Pferd und Reiter
20.08.2010 -
Weltcup und Deutsche Meisterschaft der Vielseitigkeit
In Schenefeld werden wieder spannende Vielseitigkeitswettkämpfe ausgetragen. Foto: Edgar Scharder
Von Schenefeld nach Kentucky
Der komplette Championatskader wird vom 26. bis 29. August auf der „Schenefelder Vielseitigkeit“ erwartet, um zur letzten Formüberprüfung vor den Weltmeisterschaften in Kentucky anzutreten. Am Start beim internationalen Weltcup-Turnier des Elbdörfer- und Schenefelder Reitervereins ist auch der gebürtige Hamburger, Andreas Dibowski, der die Weltrangliste anführt. Er will den Titel um die Deutsche Weltmeisterschaft holen.
Der 44-jährige Dibowski, der schon im Frühjahr in Badminton bei der CIC4*-Prüfung als Zweiter mit seinem Olympiapferd Butt’s Leon beeindruckte und mit dem 13-jährigen Hannoveraner beim CIC3* in Aachen zur siegreichen deutschen Nationenpreis-Equipe gehörte und in der Einzelwertung Platz zwei belegte, führt derzeitig die FEI-Weltrangliste an. Er kommt als Führender der aktuellen Weltcup-Serie und als deutscher Vizemeister auf die Reitanlage Klövensteen. „Ich will Meister werden“, sagte Andreas Dibowski, der seinen Sturz mit FRG Fantasia im vergangenen Jahr vergessen machen und mit der Stute erneut angreifen will. Wer die 50.000-Dollar-Prämie von Seriensponsor HSBC-Bank einstreichen kann, entscheidet sich am Sonntag nach dem Springen. „Dann nominieren wir auch die sechs deutschen Reiter für die WM in Kentucky“, sagte Holger Heigel, der Vorsitzende im Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Denn, wer dort vom 30. September bis 3. Oktober für Deutschland reiten und den WM-Mannschaftstitel verteidigen will, muss sich in Schenefeld einer letzten Formüberprüfung unterziehen. Turnierleiter Hinrich Groth ist daher mit den Zusagen der deutschen Teilnehmer sehr zufrieden. „Überrascht bin ich aber von der bislang geringen Resonanz aus dem Ausland. Das ist ungewöhnlich“, sagt Groth, der aber mit Nachzüglern für die Hauptprüfung rechnet. Bis dato reservierten Reiter aus sieben Nationen 39 Startplätze. Im vergangenen Jahr starteten letztlich 20 Reiter aus zehn Nationen.
Zusätzliche Besucherresonanz verspricht sich Hinrich Groth von einer Programmerweiterung. Neben weiteren Vielseitigkeitsprüfungen, CNC3* (für 7- bis 9-jährige Pferde und/oder junge Reiter bis 25 Jahre) und den „Maritim-Invest-Cup“ (CIC2*) gibt es auch vier hochkarätige Prüfungen für Springreiter. „Wir nutzen die Zeit am Sonnabend nach dem Geländetag und am Sonntag nach dem Springen und bieten unseren Besuchern zusätzliche Unterhaltung“, erklärte Groth. Es wird eine Youngster-Tour (M** und S*) und eine große Tour geben, deren Höhepunkt der „Große Preis von Schenefeld“ am Sonntag bildet. „Da erwarten wir die Elite aus Hamburg und Schleswig-Holstein, einschließlich Janne Friederike Meyer und Derbysieger Carsten-Otto Nagel“, sagte Groth. Das S**-Springen ist nämlich die letzte Station der Serie „Lotto 3plus1“, deren drei Punktbeste bei der Baltic-Horse-Show im Oktober in Kiel international reiten dürfen.
Manfred Bode





