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Guter Ausblick vom Dach des Futtermittelwerkes: Fabian will im nächsten Jahr seinen Gesellen machen. Foto: Kathrin Iselt-Segert

Als Kindergartenkind war Fabian Bodeck wie viel andere Jungs in seinem Alter schwer begeistert von großen Maschinen. Wenn ihn sein Vater mit dem Lkw abholte, war das so ziemlich das Größte. Heute hat er täglich mit bis zu 80 Lastern zu tun. Allerdings sitzt er nicht auf dem Bock, sondern in der Schaltzentrale des Futtermittelwerks der HaGe in Rendsburg, nimmt Fracht an, kontrolliert die Feuchtigkeit der angelieferten Rohwaren oder überwacht Mischung und Pressung des Futters. Das gehört zu seiner Ausbildung als Futtermittelmüller. Schättruum war mit dem 19-Jährigen in einer Nachmittagsschicht treppauf, treppab im fast 40 m hohen Betonturm am Rendsburger Hafen unterwegs.

Zu den wichtigsten Arbeitsschutzmitteln im Werk gehört der Gehörschutz, denn es ist laut, wenn die Rohwaren über Tragkettenförderer oder Elevatorrohre transportiert werden und die Mühlen die Rohwaren mahlen. Davon sieht man allerdings nichts, schon gar keine Mahlsteine. Durch die neun Etagen des Werks, die hier Böden genannt werden, verlaufen Rohre: grüne, graue, gelbe und braune. Ohne Guide würde sich jeder Besucher verlaufen. Zum Glück gibt es die Schaltzentrale. Dort erklärt Fabian, was es mit den Farben und seinem zukünftigen Beruf auf sich hat.

Im Dreischichtsystem werden hier an den Monitoren Annahme, Mischerei und Presserei gemanagt. Fabians Aufgabe ist es heute, die Rohwaren, die von Lkw angeliefert werden, anzunehmen, zu kontrollieren. Über die grünen Rohre werden sie entweder in Lager- oder Dosierzellen geleitet, je nachdem ob sie erst später gebraucht oder gleich nach vorgegebenen Rezepturen gemischt werden sollen. Außerdem liegt am Kai ein Schiff, das gerade gelöscht wird. Es hat Palmkernexpeller geladen.

Auf dem Wasserweg kommen verschiedene Rohprodukte, die aus Übersee am Hamburger Hafen angeschifft werden oder aus Deutschland und Europa direkt am Rendsburger Hafen an. Dort und auch bei den Lkw nimmt der Azubi Proben, die er auf Feuchtigkeit prüft. Ein sportlicher Job, denn die Schaltzentrale befindet sich auf dem ersten Boden. Für jede Probe geht es hinunter und wieder hinauf.

Jetzt steht eine Lkw-Fahrerin in der Annahme: Petra Albrecht. Sie hat Weizenkleie aus Braunschweig gebracht und drückt auf die Tube, weil der Fahrzeitmesser läuft und sie aus dem Rendsburger Lager noch neue Fracht aufnehmen muss für die erste Fahrt am nächsten Morgen. Also greift Fabian Schöpfbecher und Probetüten und ab geht es hinunter zum Lkw.

Während er die Probe nimmt, erzählt Ausbilder und stellvertretender Produktionsleiter Martin Winkelmann, dass die Ladung zwar im Lieferschein benannt sei, und durch die Computertechnik erkannt werde. Trotzdem sei die Kontrolle per Hand noch immer eine gute Sache. Es komme nicht oft vor, aber ab und zu werde doch mal Gerste angeliefert statt des Weizens, der im Frachtbrief stehe. Und einmal habe sich sogar ein Laster mit Zuckerrüben am Futtermittelwerk verirrt, sagt er mit einem Schmunzeln.

Den kompletten Beitrag findet ihr in der Bauernblattausgabe 45/2017 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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