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In der Natur fühlen sich Jannik (li.) und Marvin wohl. Fotos: Christiane Herrmann

Am Beringstedter Angelteich verbringen die beiden gern ihre Nachmittage.

Es gibt zwei Sorten von Menschen: Die einen angeln gerne und die anderen können damit gar nichts anfangen. Marvin und Jannik, beide 15 Jahre alt, gehören zur ersten Kategorie. Was sie am Angeln so fasziniert, haben sie Schättruum bei einem Treffen in ihrem Revier verraten.

"Man ist in der Natur, eigentlich IST man die Natur in dem Moment", beschreibt Marvin seine Nachmittage und Nächte an den Gewässern der Umgebung. Der leidenschaftliche Angler aus Haale ist Mitglied in gleich zwei Angelvereinen, um mehr Auswahl an Gewässern zu haben, in denen er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann. Idealerweise liegt der Hof seiner Eltern direkt in der Nähe der Gewässer, sodass er mit dem Rad oder zu Fuß dort hinkommt.

Und auch wenn der Hof von Janniks Eltern im einige Kilometer entfernten Puls liegt, ist er in den gleichen Vereinen wie sein Cousin Marvin. So verbringen die beiden ihre Freizeit meistens gemeinsam an Teichen, Auen und am Nord-Ostsee-Kanal. Ihre Spezialität ist das Angeln auf Karpfen.

"Das Karpfenangeln ist vor allem in England beliebt. Hier in Deutschland angeln die meisten eher auf Forellen, die in die Teiche eingesetzt wurden", erklärt Marvin. Und Jannik ergänzt scherzhaft: "Das sind halt Hobbyangler!" Dass sie ihre Leidenschaft durchaus ernst nehmen, sieht man schon an ihrem Equipment. Das hat wenig mit reinem Hobbyangeln zu tun. "Dafür haben wir da einfach schon zu viel Geld reingesteckt", bestätigt Jannik. "Man könnte natürlich auch günstigere Ausrüstung kaufen. Aber die hält dann auch nur halb so lange", so die Erfahrung von Marvin.

So investieren die Jungs lieber langfristig. Angeln tun die beiden eigentlich schon immer – früher natürlich nur in privaten Teichen oder unter Aufsicht. Aber seit sie mit zwölf den Fischereischein machen konnten, sind sie ernsthaft dabei.

Heute sitzen Marvin und Jannik an einem Vereinsteich. Am Vormittag ist ein schweres Gewitter runtergegangen, auch jetzt ist die Luft eher drückend und die Insekten beißen besser als die Fische. Doch das kann die Jungs nicht schrecken. "Mit Insektenstichen muss man leben", meint Marvin. "Aber auch manchmal mit Wildschweinen!" Denn Marvin und Jannik angeln nicht nur tagsüber. Wann immer sie Zeit haben, verbringen sie gerne ganze Nächte am Wasser.

Mit Zelt und Liegen, Schlafsäcken und natürlich ihrer umfangreichen Angelausrüstung, richten sie sich am Ufer ein. Dann legen sie die Köder ins Wasser und warten. Da kann es schon mal sein, dass im Gebüsch die Wildschweine rascheln. Doch passiert ist ihnen noch nie etwas. Auch geklaut wurde ihnen noch nichts. "Da, wo wir sind, ist ja auch sonst keiner", sagt Jannik mit einem Lachen.

Karpfen angelt man auf Grund. Aber nicht jeder Gewässergrund ist gleich gut geeignet. "Man muss so ein Gewässer auch erst mal kennenlernen. Karpfen beißen besser auf hartem Untergrund, weil dann der Köder besser präsentiert wird. Das kann schon mal einige Zeit dauern, bis man einen See so gut kennt, dass man dort was fängt", fachsimpelt Marvin. Bis dahin hat man viel Zeit.

Vokabeln ließen sich übrigens sehr gut beim Angeln üben und auch Schulbücher könne man prima mitnehmen, versichern die beiden. Oder man beobachtet die Natur. "Seeadler und Eisvögel sehen wir oft", erzählt Marvin. Jannik hat sich sogar eine neue Digitalkamera zugelegt. Nicht nur um die Fische, die sie fangen, zu fotografieren, auch die Natur entdeckt er durch die Linse ganz neu. "Man sieht auf einmal auch ganz kleine Dinge. Zum Beispiel Insekten auf Blumen. Man hat ja viel Zeit."

Den kompletten Beitrag findet Ihr in der Bauernblattausgabe 27/2017 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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