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Die Lederhose war auf der Skihütte Bentjes Berufsbekleidung. Manchmal servierte sie aber auch im Dirndl. Allerdings fand sie die Hose im weichen Rauleder viel bequemer. Foto: Christiane Herrmann

Einmal nach Österreich zu gehen und eine ganz Saison hoch oben in den Alpen zu arbeiten – das war schon immer der Traum von Bentje Thieme. Als sie 2016 den Förderpreis an der Schule für Hauswirtschaft im ländlichen Raum Hanerau-Hademarschen bekam, wusste sie sofort, was sie mit dem Preisgeld macht. Sie investierte es in eine Lederhose als Arbeitsbekleidung für einen Job in 1.700 m Höhe. Jetzt ist sie zurück in Barmstedt im Norden von Hamburg. Schättruum hat sie dort getroffen und nachgefragt, welche Erfahrungen sie auf der Skihütte gemacht hat.

Bentje liebt die Berge und den Schnee. "Ja, total", bestätigt die 22-Jährige begeistert. "Wir sind da mit meiner Familie jedes Jahr im Urlaub gewesen und Ski gefahren." So kam ihr schon während ihrer Ausbildungszeit als Hauswirtschafterin der Gedanke, einmal auf einer Skihütte in Österreich zu arbeiten. Zunächst aber beendete Bentje ihre Ausbildung auf verschiedenen Betrieben in Schleswig-Holstein.

Hier sammelte sie auch erste Erfahrungen im Bereich Gastronomie. Dann entschloss sie sich, noch die Oberklasse an der Hademarscher Schule mit dem Schwerpunkt Vermarktung und Tourismus zu besuchen und als Betriebsleiterin abzuschließen. Der Wunsch, nach Österreich zu gehen, blieb aber immer im Hinterkopf. "Wir waren dann im vergangenen Jahr noch mal in Österreich im Urlaub. Da hab ich mich beim Wirt der Eiskarhütte vorgestellt und konnte mir den Betrieb anschauen", erzählt sie. Sie wurden sich schnell einig.

Als Bentje erfuhr, dass an der Schule ein Förderpreis ausgeschrieben wird, zögerte sie nicht, sich zu bewerben. "Ich musste kurz schreiben, warum ich den Förderpreis verdient hätte und was ich damit machen würde. Da habe ich dann reingeschrieben, dass ich gerne nach Österreich gehen möchte. Und dort braucht man ja auch ein bisschen was fürs Optische", erzählt die ausgebildete Betriebsleiterin. Und so schrieb sie ohne Umschweife, dass sie das Geld für eine Lederhose ausgeben würde.

Ob es auch an der ausgefallenen Begründung lag, sei dahingestellt, aber Bentje überzeugte auf jeden Fall mit ihrer Bewerbung und bekam die mit 250 € dotierte Auszeichnung. Ein kleines Startkapital, um sich auf den Weg zu machen.

Am 13. Dezember 2016 ging es dann für vier Monate los auf die Eiskarhütte im österreichischen Skigebiet Dachstein-Schladming in der Steiermark. Die Lederhose schon im Gepäck: "Ich finde Lederhosen total cool. Die sitzt bequem wie eine Jogginghose und sieht halt einfach immer chic aus. Ein weißes T-Shirt und 'ne Lederhose sehen dort immer besser aus, als sich irgendwie aufzudonnern. Das ist ja da oben total rustikal", plaudert sie aus der alpinen Modekiste.

Was Bentje in Österreich erlebt hat, lest Ihr in der Bauernblatt-Ausgabe 23/2017 unter der Rubrik "Schättruum" und in der Bauernblatt-App.

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