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Mit bis zu 30, 40 km/h geht es über Hindernisse den Berg hinunter. Fotos: Assia Tschernookoff

Bauer Ernst Hörburger und Zandro verstehen sich richtig gut.

Bei der Arbeit im Kuhstall fühlt sich Zandro am richtigen Fleck.

Zandro Hansen ist auf einem idyllisch gelegenen Pensionsbetrieb für Freizeit- und Rentnerpferde mitten im Hamburger Forst Klövensteen aufgewachsen. Seine Mutter Maren, Schwester Chiara und auch seine Tante Anke lieben Pferde. Doch er selbst hat mit diesen Vierbeinern absolut nichts am Hut. Wenn es nach ihm ginge, würden anstatt der Pferde Kühe auf den Wiesen grasen und in den Stallungen Hühner scharren. Denn für den 14-Jährigen steht fest: "Ich möchte Landwirt werden." Und in der Freizeit downhill unterwegs sein, könnte man hinzufügen, denn Zandro ist begeisterter Mountainbikefahrer.

Noch eineinhalb Jahre muss er die Schulbank drücken, dann kann er endlich seinen Traumberuf erlernen. Seine Leidenschaft für Kühe und Hühner hat Zandro mit zwölf bei einem Schulpraktikum auf dem Hof von Ernst Hörburger entdeckt. Seinen Betrieb in der Wedeler Waldarbeitersiedlung mit Tierhaltung hat der Bauer in der Nachkriegszeit mit eigenen Händen aufgebaut.

"Zu Glanzzeiten hatten wir 130 Rinder", erzählt Hörburger. Heute stehen noch 70 bis 75 Mastrinder vom schottischen Galloway bis zum französischen Limousin im Stall, der inzwischen von den beiden Söhnen übernommen wurde. Eine Woche lang ging ihnen Zandro zur Hand und half, wo er nur konnte: Er machte Feuerholz, wickelte Rundballen, fütterte die Tiere und begleitete die Brüder bei ihren Kontrollgängen über die Wiesen.

"Unsere Tiere sind an Menschen gewöhnt und sehr zutraulich", sagt Sönke Hörburger. So konnte Zandro selbst den fünfjährigen Deckbullen versorgen. Das fand er natürlich ziemlich cool. Er verbrachte aber auch viel Zeit mit Ernst Hörburger in der Küche. Der Bauer habe einen Narren an dem Jungen gefressen und ihn unter seine Fittiche genommen, erzählen die Söhne. Daraus entwickelte sich eine feste Freundschaft.

Heute noch schwingt sich der Achtklässler fast jedes Wochenende auf sein Rad, um dem alten Herrn einen Besuch abzustatten. Dann sitzt er mit den Nachbarn zusammen und hört ihnen beim Klönschnack zu. Zandro selbst schnackt allerdings nicht viel. Hörburger imponiert das: "Die viel reden, sind nicht immer die, die viel können."

Zandro ist eher zurückhaltend und bescheiden. Dabei hat er durchaus was drauf. Das bescheinigen ihm auch Astrid und Henner Aue aus Klein Nordende, bei denen er in den vorigen Herbstferien eine Woche lang freiwillig praktizierte. Der Futterbau- und Milchviehbetrieb mit angeschlossenem Hofladen hat sich auf die Direktvermarktung der eigenen Erzeugnisse spezialisiert. Zandro bekam den Auftrag, die Eier in den Hühnerställen einzusammeln. Dabei achtete er peinlichst darauf, dass keins der Eier zu Boden fiel: "Dann gibt's nämlich eine große Klopperei, weil die Hühner die Schale zu gern aufpicken", erklärt der Blondschopf.Bei insgesamt 350 Legehennen keine leichte Sache.

Auch die 75 Milchkühe mussten mit Futter versorgt, ihre Melkstände gesäubert und die Kälber getränkt werden. Besonders großen Spaß hatte er bei der Reinigung des Hofes. Denn dafür durfte er den Hoflader nehmen, und mit Landmaschinen kennt er sich gut aus, weil er zu Hause bei der Heuernte und der Holzarbeit hilft. Schon nach seinem ersten Arbeitstag in Klein Nordende war ihm klar: "Es ist sehr viel mehr Arbeit, als ich dachte." Ernüchtert hat ihn das allerdings nicht.

Sein Berufsziel hat er nach wie vor fest im Blick. Die Zusage von Aues für sein Pflichtpraktikum im Sommer hat Zandro bereits in der Tasche. Diesmal bleibt er zwei Wochen, und dann will er auch dort wohnen. Seine Lehre möchte er jedoch gern in einem noch größeren Betrieb machen. Dafür wird er sich wohl in ganz Schleswig-Holstein bewerben müssen, denn in der Nähe seines Elternhauses sind Großbetriebe eher rar. "Es wäre ganz schön, wenn noch ein Lehrling mit mir zusammen dort in die Lehre gehen würde", gibt er freimütig zu.

Den kompletten Beitrag lest ihr in der Bauernblattausgabe 6/2018 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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