Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Reine Elektrozäune sollten aus mindestens drei Reihen Breitband bestehen, für die Außenzäunung sind sie dennoch nur bedingt geeignet. Fotos: Sven und Peggy Morell

Weidezäune aus Betonpfosten mit Metallrohren bieten eine sehr hohe Stabilität und Langlebigkeit.

Artgerechte Pferdehaltung ist ohne Weidegang undenkbar. Viele Pferdeweiden sind allerdings nur unzureichend eingezäunt und bergen damit hohe Risiken. Der Stallbetreiber haftet, wenn sich ein Pferd verletzt oder entlaufene Pferde einen Unfall verursachen, weil die Einzäunung nicht fachgerecht war. Ziel sollte daher nicht nur ein möglichst verletzungsarmer, sondern auch gleichzeitig ausbruchsicherer Zaun sein.

Es gibt keine gesetzlich verbindlichen Vorschriften, welche Anforderungen ein Weidezaun für Pferde erfüllen muss, um als sicher zu gelten. Aber es gibt Richtlinien, beispielsweise vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) oder von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Im Schadensfall werden diese Empfehlungen von Sachverständigen oder Gerichten für die Klärung der Schuldfrage herangezogen. Laut BMEL muss ein Weidezaun für Pferde "gut sichtbar, stabil und möglichst ausbruchsicher" sein. Was bedeutet das konkret?

Gut sichtbar sind Querlatten aus Holz oder Elektrobänder mit mindestens 40 mm Breite. Draht oder dünne Stromlitzen hingegen werden vom Pferdeauge nur schlecht erkannt. Auch die Stabilität spielt eine wichtige Rolle. Einfache Elektrozäune mit mobilen, dünnen Kunststoffpfählen sind nicht sehr widerstandsfähig. Meist verdrehen sie sich schon bei stärkerem Wind. Ein Holzzaun mit mindestens einer Querlatte und zwei Elektrobändern hingegen ist bei ordnungsgemäßem Aufbau deutlich robuster.

Ein wichtiges Kriterium für die Sicherheit des Weidezaunes ist dessen Höhe. Wie hoch die Einzäunung sein muss, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Entscheidend sind vor allem die Größe der Tiere und die Entfernung von Gefahrenquellen. Als Faustregel gilt, dass der Weidezaun 0,75 Mal so hoch sein sollte wie das Stockmaß des größten Pferdes, mindestens jedoch 1,20 m. Je höher der Zaun, desto sicherer ist er. Deshalb ist es in der Nähe stark befahrener Straßen, Bahnlinien oder Ähnlichem sinnvoll, den Zaun höher zu erbauen als im Allgemeinen empfohlen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 32/2017 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.