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Wenn das Pferd zu tief in die Tretschicht einsinkt, können langfristig die Sehnen überlastet werden. Foto: pixabay

Beim Bau eines Reitplatzes ist vor allem die Bodengestaltung ein wichtiges Thema. Die meisten Beläge sind aus drei Schichten aufgebaut, für die jeweils unterschiedlichste Materialen zur Verfügung stehen. Nicht nur die geplante Nutzungsweise, sondern auch die Eigenschaften der Umgebung müssen in die Überlegungen einbezogen werden.

Wie genau ein guter Reitplatz aussieht, davon haben Reiter je nach Disziplin sehr verschiedene Vorstellungen. Für alle gehört jedoch ein guter Boden zu den wichtigsten Grundlagen eines effektiven Trainings. Kein Reiter möchte sein Pferd auf einem Platz reiten, der zu hart ist, Löcher aufweist oder auf dem das Wasser steht. Der Untergrund spielt außerdem eine wichtige Rolle für die Pferdegesundheit.

Tiefe Böden, in die das Pferd mit den Hufen zu stark einsinkt, können bei dauerhafter Nutzung die Sehnen übermäßig beanspruchen. Eine stumpfe, also zu feste Oberfläche kann die Gelenke strapazieren, und Staubentwicklung zieht die Lunge in Mitleidenschaft. Je nach Lage des Reitplatzes können Jahreszeiten und Witterung die Tiefe und Dichte des Bodens verändern. Trotz dieser klimatischen Einflüsse wird erwartet, dass den Pferden und Reitern jederzeit beste Voraussetzungen zu Verfügung stehen.

Ein Reitplatzboden besteht meist aus drei Schichten. Die oberste davon, die Tretschicht, ist etwa 8 bis 12 cm dick. Sie sollte dafür sorgen, dass der Pferdehuf bei der Arbeit elastisch abfedern kann, ausreichend Halt findet und dabei 3 bis 6 cm tief einsinkt. In der Regel ist unter der Tretschicht eine Tragschicht aus Schotter, Kiesel oder Ziegelbruch notwendig, weil der eigentliche Untergrund zu locker ist. Wird eine Tragschicht benötigt, muss auch eine Trennschicht geschaffen werden, damit die groben Bestandteile sich nicht in die Tretschicht hocharbeiten.

Die Trag- und Trennschicht spielen eine wichtige Rolle im Hinblick auf den Abtransport von Regenwasser. Es sollte für ein Gefälle von 1 bis 2 % gesorgt werden, damit auf der Tretschicht keine Pfützen entstehen. Alle drei Schichten müssen je nach Beschaffenheit des vorhandenen Untergrunds aufeinander abgestimmt sein. Eine allgemeine Formel, mit welchen Materialien der Boden optimal gestaltet oder verbessert wird, gibt es dabei nicht – jeder Reitplatz ist individuell.

Eine wichtige Rolle spielt die Lage: Liegt der Platz in einer Senke oder auf einer Anhöhe? Hat er ein Gefälle? Liegt er im Schatten großer Bäume oder eines hohen Gebäudes? Bei Schattenplätzen spielen Staunässe und Frost eine entscheidende Rolle. Von einem Außenplatz wird feiner Sand schnell weggetragen, wenn er von weiten Feldern umgeben und daher dem Wind ausgesetzt ist. Hier ist ein Gemisch mit grober Körnung und Textilfasern eine sinnvolle Lösung. Liegt der Reitplatz an einem windgeschützten Waldrand, kann der Anteil feiner Körnungen höher sein.

Wenn eine vollständige Neugestaltung des Reitplatzbodens durchgeführt werden soll, müssen neben der Budgetfrage vor allem wichtige Eckdaten berücksichtigt werden. Wie viele Pferde beanspruchen den Boden täglich? Welche Disziplinen werden überwiegend trainiert? Welcher Untergrund ist regional bedingt zu finden? Wohin kann der alte Belag entsorgt werden?

Eine Analyse kann Aufschluss darüber geben, für welche Verwendung der Boden noch infrage kommt. Voraussetzung ist in der Regel, dass der Platz aus schadstofffreien Materialien angelegt wurde und vor allem regelmäßig abgeäppelt wurde – sonst ist der alte Belag sogar als Böschungsbefestigung für den Straßenbau uninteressant. Zeigt die Analyse, dass der Boden durch belastete Hackschnitzel oder Pferdemist unbrauchbar ist, bleibt nur noch die Deponie.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblatt-Ausgabe 16/2017 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und in der Bauernblatt-App.

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