Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Die Exkursionsteilnehmer erfuhren viel über die dänische Landwirtschaft. Fotos: Lars Kuhlmann

Bio in Dänemark kann auch groß: Der Stall von Christian Kock in Christiansfeld bietet Platz für 400 Milchkühe.

Das Reiseziel Dänemark versprach für die diesjährige Agrarexkursion zahlreiche interessante Begegnungen. Ein Schlachthof, ein Gülletechnikhersteller und mehrere landwirtschaftliche Betriebe standen auf dem Programm. Die Sprache war gar kein Problem, denn überall begrüßte man die Junglandwirte aus Schleswig-Holstein in fließendem Deutsch.

Auf dem ersten Besichtigungsbetrieb war das zugegebenermaßen auch kein Problem, denn der Schlachthof des dänischen Konzerns Danish Crown liegt am Stadtrand von Husum in Nordfriesland. Zahlreiche Hygienemaßnahmen waren vor dem Betreten zu befolgen. Der Rundgang begann an den Zerlegebändern und der Verpackung. Mit geübten und sehr flinken Handgriffen werden hier Knochen aus den grob vorzerlegten Hintervierteln herausgelöst. "Ein echter Knochenjob", nickte Teilnehmer Steffen Thies anerkennend.

Die herausgelösten Fleischteile wandern über zahlreiche Förderbänder und Waagen zur Verpackung. Hier werden sie je nach Wunsch des Handelspartners verpackt und etikettiert. Auch die Betäubung und das Ausnehmen des Schlachtkörpers bekamen die Junglandwirte zu sehen. Bemerkenswert waren hier die große Ruhe und Umsicht, mit denen die Tötung der Rinder vor sich ging. Schließlich durchläuft hier zirka ein Rind pro Minute den Prozess.

Viele Fragen der Landjugendlichen drehten sich auch um die Situation der Arbeiter mit Werkverträgen. Danish Crown berichtete von zahlreichen Kontrollen der Endabnehmer, die auch die wohnliche und soziale Situation der südosteuropäischen Arbeiter einschlössen.

Die nächste Station auf der Fahrt Richtung Norden war die Firma Dansk-Tysk Landbrugs-Investering in Pattburg. Hier konnten die Teilnehmer eine Sammel- und Verladestation für Ferkel und Jungsauen besichtigen. Im Jahr durchlaufen rund 1,7 Millionen Ferkel die Firma. Dabei kommen die Tiere von den Höfen auf dem Betriebsgelände an, werden abgeladen, kontrolliert und sortiert und dann weiter Richtung Deutschland und zahlreiche weitere europäische Staaten gefahren.

Außerdem wird auf dem Betrieb eine von drei Lkw-Waschanlagen in Dänemark betrieben. Schweinetransportfahrzeuge dürfen erst ihre Fahrt nach Dänemark fortsetzen, wenn sie in der Wasch- und Desinfektionshalle vom Fachpersonal gründlich gereinigt wurden. Der dänische Staat hat ein hohes Interesse daran, Tierkrankheiten und Seuchen von dem Agrarland fernzuhalten.

Sicherlich das Highlight der Fahrt wartete am nächsten Tag mit der Besichtigung des Samson-Agro-Werks in Viborg auf die Teilnehmer. Zunächst wurde die Gruppe mit Frühstück in der Kantine begrüßt. Ein Stück weit konnte man auch die dänische Unternehmensphilosophie kennenlernen. Hier ist man beim persönlichen Du über alle Abteilungen hinweg.

Der namhafte Hersteller von Gülle- und Festmistausbringtechnik setzt 19 % seiner Güllewagen nach Deutschland ab. Insgesamt verlassen rund 150 Güllewagen im Jahr die Montagehallen des 2005 errichteten Werks. Besonderen Wert legt man bei Samson auf die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. 80 % aller Teile werden im Werk selbst hergestellt. Außerdem stellt man gemeinsam mit der Universität Aarhus verschiedene Versuche an, um die Stickstoffverluste in die Luft mit verbesserter Einarbeitung der Gülle zu minimieren.

In den Montagehallen kommt modernste Technik aus der Stahlverarbeitung zum Zuge. Viel Handarbeit und mehrere Stufen Qualitätsprüfung sind notwendig, bis die dunkelgrünen Güllewagen an den Kunden gehen können. Unterschiedliche Aggregate zur bodennahen Ausbringung bieten vielerlei Antworten auf die jeweiligen Anforderungen im Einsatzgebiet. Preislich bewegen sich die dreiachsigen Wagen aber in einem Segment, das eher für Großbetriebe und Lohnunternehmen von Interesse sein wird.

In Anbetracht der neuen Herausforderungen durch die Gülleverordnung forderte Las-Peter Jacobsen aus Dollerup den Bau von kleinen Spezialfahrzeugen im Bereich von 12 bis 15 m3 Fassungsvermögen für schwer zu befahrene Böden, die auch preislich für kleinere Landwirte interessant sind. Gerd Strykowski, verantwortlich für den Verkauf in weiten Teilen Deutschlands, sicherte zu, dass man bei Samson an Lösungen arbeite.

Den kompletten Beitrag findet ihr in der Bauernblattausgabe 45/2017 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.