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"Gewaltiges" Missverständnis zwischen Freddie (Florian Kruse), Rosa (Lena Thöm) und Marita (Lena Gehrt, v. li.). Foto: Cindy Winther

"Skandal üm Rosa" – ein total lustiges, ja mitreißendes Stück. Darüber waren sich nach 45 sehr kurzweiligen Minuten alle Zuschauer im Saal des Gasthauses Ritzebüttel in Thienbütttel, Ortsteil von Nortorf, einig. Dicht an dich gedrängt verfolgten rund 200 Gäste gespannt die Geschichte von Rosa, die endlich anfangen möchte, ihre Hochzeit zu planen.

Rosa hat ein Abkommen mit ihrem Verlobten Hannes (Mathias Jäger): Es wird erst die Hochzeit geplant, wenn die "Brautschuh-Buddel" gefüllt ist. Denn ihr Zukünftiger macht sich Sorgen, die Hochzeit nicht bezahlen zu können. Doch da hat der Polizist nicht mit der geschäftstüchtigen Rosa gerechnet. Sie betreibt während Hannes' Nachtschichten, die er mit seiner Kollegin Nele (Cara de Riese) schiebt, einen "akustischen Erotik-Escort" als Heimarbeit.

Regelmäßig verführt Rosa alias Anna mit gehauchtem russischen Akzent ihre Zuhörer am anderen Ende der Leitung – exzellent gespielt von Lena Thöm, der es gelingt, das Kopfkino der Zuschauer anzuheizen.

Die aufgedrehte Single-Nachbarin Marita, gespielt von Lena Gehrt, entdeckt durch Zufall Rosas lukrativen Nebenjob, als sie ihr von ihrer neuen Internetliebe vorschwärmen will. Ein Stromausfall sorgt für kurzzeitige Angstschübe vor Einbrechern, die sich an dem unschuldigen Besucher entladen, der gerade einen Schlüssel abholen will. Von den beiden resoluten Frauen wird er kurzerhand niedergeschlagen und gefesselt.

Als wäre das nicht schon Zündstoff genug, stellt sich dieser sowohl als Maritas Internetschwarm "Prinz Einsamherz" als auch als Annas treuer Kunde Freddie heraus. So löst sich alles in Wohlgefallen auf, und auch der Hochzeit steht dank Annas dick gefülltem Sparbuch nichts im Wege. Die "Brautschuh-Buddel" ist nurmehr Einkaufswechselgeld.

Inszeniert wurde der plattdeutsche Einakter von Florian Kruse, aus dessen Feder dieses Glanzstück ebenfalls stammt und der außerdem auch den arg gebeutelten Freddie spielt. Sichtbar erleichtert sagte er nach der Aufführung: "Ich bin jedes Mal genauso nervös wie vor der Premiere und immer unsicher, ob es dem Publikum gefällt."Doch, das tat es.

Dieses amüsante Verwechslungsspiel, gepaart mit spitzen Sprüchen, schlagfertigem Humor und liebenswerten Charakteren, hat alles, was eine gute Abendunterhaltung braucht. Ob das für eine Platzierung bei der Siegerehrung am 5. Mai in Breitenfelde reicht, kann man natürlich noch nicht sagen. 

Schon zu Beginn sorgte der Vertreter der Sparkasse, Klaus Pommrehn, für überraschte Gesichter bei der Thienbüttler Dorfjugend. Für ihr großes Bauvorhaben gab es eine Finanzspritze über 1.000 € und dafür schon mal Riesenapplaus - als Vorgeschmack für die Standing Ovations nach der Aufführung.

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