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Die Rübe dient als Speichermedium für Zucker. Foto: agrar-press

Spannende Einblicke in die Herstellungsprozesse von Zucker erhielten die LandFrauen Albersdorf-Österdörfer bei ihrem Besuch der Zuckerfabrik in Uelzen. In der ausführlich angelegten Werksführung wurde seitens des Unternehmens viel Wert darauf gelegt, den Weg vom Ausgangsprodukt, der Zuckerrübe, zum Endprodukt, dem Zucker, in seinen vielen Erscheinungsformen darzustellen. Bevor es zu der Begehung des Betriebsgeländes ging, wurde die Gruppe in die Historie der Uelzener Zuckerfabrik und deren strukturelle Entwicklung sowie die verschiedenen Verwendungsrichtungen von Zuckern eingeführt.

Inzwischen arbeiten im Nordzucker-Konzern europaweit etwa 3.200 Mitarbeiter in der gesamten Produktionskette. Das Besondere an der Zuckerherstellung ist der Zeitraum der Kampagne (Produktionszeitraum). Diese beginnt Anfang September und endet Anfang Januar. In dieser Zeit wird die gesamte Menge an benötigtem Zucker produziert, anschließend pausiert die Herstellung. Danach wird lediglich der eingelagerte Zucker abgepackt.

Rübe als Speichermedium

Um ein gutes Rohprodukt herzustellen, werden die Zuckerrüben im Frühjahr ab den frostfreien Tagen gedrillt. Im Anbau sind sowohl eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen wie auch genügend Sonnenstunden unverzichtbar. Sind diese Bedingungen erfüllt, kann die Zuckerrübe über die Photosynthese, die in ihren großen Blättern abläuft, ausreichend Zucker in die Rübe einlagern. Die Rübe ist als verdicktes Wurzelorgan das Speichermedium für den Zucker. Ab Ende September beginnt die Ernte der Zuckerrüben. Mit dem Zeitpunkt der Ernte werden täglich 900 bis 1.100 Lkw-Ladungen nach Uelzen transportiert.

Zu den Haupteinzugsgebieten des Nordzucker-Unternehmens (Standort Uelzen) zählen Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Nach einer Probenentnahme vom Lkw werden die Rüben abgeladen, von Dreck und Steinen befreit und anschließend gewaschen. Um den Zucker später besser und zügiger herauslösen zu können, muss die Oberfläche der Zuckerrüben vergrößert werden, deshalb werden sie zu Raspeln gehäckselt.

Anschließend wird mit heißem Wasser und Wasserdampf in einem Extraktionsturm der Rohsaft aus den Rüben gelöst. Die übrig gebliebenen Schnitzel dienen als Futtermittel für Tiere. Im Rohsaft befinden sich neben viel Wasser und Zucker auch viele Nichtzuckerstoffe. Mittels Kalk können diese in einem Prozess, der insgesamt zweimal durchgeführt werden muss, abgebunden werden. Anschließend kann durch Verdampfen ein Großteil des Wassers entzogen werden, sodass ein Dicksaft mit einem Zuckeranteil von bereits 67 % entsteht.

In den nächsten Verarbeitungsschritten wird dieser Saft weiter eingedickt, sodass sich die Zuckerkristalle ausbilden können. Nach dem Abkühlen können die Zuckerkristalle durch Zentrifugieren vom Sirup getrennt werden. Als Endprodukt entsteht der weiße Zucker. Dieser kann nun abgepackt werden. Um andere Zuckervarianten wie beispielsweise braunen Zucker, Puderzucker oder Kandis zu erhalten, werden einzelne Faktoren im Herstellungsprozess variiert. Das sind unter anderem die Temperatur, die Dauer des Eindickens oder die Bearbeitung des Dicksafts.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 2/2018 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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