Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Gerade wurde in Wiemersdorf der 39. Markt eröffnet. Grafik: ews group

Die MarktTreffs sollen eine Bewegung sein, die aus den Dörfern selbst kommt, so das Anliegen des Landes Schleswig-Holstein. Wie steht es um diese Bewegung und welche Rolle können LandFrauen dabei spielen? Darum ging es zum Auftakt der ersten Gesamtvorstandssitzung des LandFrauenverbandes Schlewig-Holstein in diesem Jahr. Zu Gast war Ingwer Seelhoff, Ansprechpartner des Projektmanagements für die MarktTreffs bei der EWS Group.

Er kam sozusagen direkt von der Internationalen Grünen Woche, wo das schleswig-holsteinische Modell der MarktTreffs einmal mehr auf viel Interesse stieß, weil es bundesweit einzigartig sei, so Seelhoff. Gerade wurde der 39. Standort in Wiemersdorf eröffnet. Ein Selbstläufer sei das Projekt zum Erhalt der Grundversorung und der Lebensqualität im ländlichen Raum deshalb aber keinesfalls, betonte der Referent, schon gar kein "Zuckerschlecken, sondern reales, hartes Leben". Es gebe immer wieder Gemeinden, in denen der Markttreff durch ein tiefes Wellental gegangen sei, räumte Seelhoff ein. "Aber wir haben noch keinen Standort verloren."

Genau darin, dass sich die Gemeinde für die Einrichtung eines MarktTreffs engagiere und dann auch das Risiko mittragen müsse, sieht der Fachmann die Stärke des Systems. Besonders widerstandsfähig sei es, weil kein MarktTreff dem anderen gleiche, sondern die Gemeinde selbst nach den Bedingungen und Bedürfnissen vor Ort bestimmen könne, welche Bausteine dazugehörten.

Kernelement sei der Dorfladen. Aber schon bei dessen Größe und Sortiment gebe es große Unterschiede. Noch größere bei den angegliederten Elementen des Treffs. Das reiche von der Physiotherapie über den Friseursalon, einen Treffpunkt für Senioren, Dienstleistungen, Vereinslokale, Onlineservices, Restaurants, Bäckerei bis hin zum Jugendtreff, zählte Seelhoff auf. Neuste Idee sei eine Carsharingstation für Elektroautos.

Neben der Nahversorgung gehe es darum, einen Treffpunkt einzurichten für Vereinsarbeit, Bürgerengagement und auch einfach zum Klönen. Zur "Stellenbeschreibung" des MarktTreffbetreibers nannte Seelhoff folgende Punkte: Er sollte mit Herzblut dabei sein. Ein reiner Kaufmann sei an diesem Ort falsch. Eignen würde sich ein Betreiber, der gern Ansprechpartner für jeden und alles und fast so etwas wie der Dorfkümmerer  sei.

Außerdem sollte die Chemie zwischen Ladenbetreiber und Bürgermeister stimmen, so sein Tipp. Die Bilanz der bisherigen MarktTreffs zeige, dass das Projekt gerade für Orte, die auf den ersten Blick "Verliererdörfer" seien, eine große Chance biete. Oft komme die Initialzündung für den MarktTreff von LandFrauen, so die Erfahrung von Seelhoff.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 6/2018 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.