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LandFrauen im Harz. Foto: Ilse Spiering und Ulrike Rösch

Ob es der Ausblick vom Hexentanzplatz in Thale auf das Mittelgebirge oder vom Hotel in Hahnenklee auf die Gustav-Adolf-Stabkirche war, den LandFrauen aus Nordende und Oldesloe bot der Harz bei ihren Reisen viele schöne Augenblicke.

Bei einer Stadtführung mit einer geborenen Quedlinburgerin lernten die Frauen aus Nordende die mittelalterliche Stadt mit ihren engen Gassen, den Fachwerkhäusern im Schuhmacherviertel, dem historischen Rathaus und dem Schloss kennen. Bei einer anschließenden Fahrt mit der Selketalbahn von Gernrode nach Silberhütte waren sich alle einig, dass das Selketal besonders romantisch ist.

Ein beeindruckendes Erlebnis sowohl für die Oldesloer als auch für die Frauen aus Nordende war ein Besuch im tausendjährigen Wernigerode. Bei Führungen erfuhren die Schleswig-Holsteinerinnen, dass die Stadt den Erhalt ihres historischen Stadtkerns einer mutigen Entscheidung verdankt. Anfang April 1945 erhielt der damalige Stadtkommandant Oberst Gustav Petri den Befehl, die Stadt gegen die vorrückenden Truppen der Amerikaner zu verteidigen. Er verweigerte den Befehl und übergab die Stadt kampflos. Somit blieben die historischen Gebäude erhalten. Leider bezahlte der Oberst seine Courage mit dem Leben. Er wurde am 12. April 1945 von Offizieren des Oberkommandos der 11. Armee unter Beteiligung der SS wegen Gehorsamsverweigerung erschossen. Heute wird er als "Retter von Wernigerode" bezeichnet.

Zum Programm gehörte auch der Besuch auf dem Bocksberg mit dem berühmten Hexentanzplatz, von wo sich ein schöner Panoramablick bis zur Rosstrappe und bis zum Brocken bot. So lernten die Frauen auf der Ostseite des Harzes einen Teil Deutschlands kennen, der ihnen lange Zeit völlig fremd war. "Wie schön, dass sich die Zeiten so positiv verändert haben", schreibt LandFrau Ulrike Rösch angesichts der vielen Entdeckungen.

Dazu zählte auch die Hermannshöhle mit ihren Decken- und Bodenzapfen, die sich über Jahrtausende vom versickernden Niederschlagswasser gebildet haben. Diese besichtigten die Frauen aus Oldesloe. Dabei erfuhren sie, dass die Hermannshöhle eine Flusshöhle der Bode ist. Hier haben sich in stehendem Wasser Kalzitkristalle gebildet. Wunderschön anzusehen! Außerdem gab es noch eine Besonderheit: ein Schaubecken mit Grottenolmen, ein als dauernde Larve in Höhlengewässern lebender europäischer Schwanzlurch.

Auch ein anderes Tier beschäftigte die Reisenden: der Borkenkäfer. Immer wieder sahen sie bei ihren Fahrten kahle Stellen, weil die Fichten massiv absterben. Dass gegen den Borkenkäfer nicht viel unternommen werden könne, wie sie hörten, war für die LandFrauen allerdings schwer verständlich.

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