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Grünspargel ist ein beliebtes Frühjahrsgemüse. Foto: Peter Busch

Spargel ist nicht zuletzt wegen seiner Kalorienarmut hoch geschätzt. Er ist ein beliebtes Frühjahrsgemüse, das bereits die Römer „Schmeichelei des Gaumens“ nannten. Die steigende Beliebtheit des Spargels zeigt sich auch im Anbau in Hausgärten; immer mehr Hobbygärtner scheuen keine Mühe, um ihren Spargel frisch auf den Tisch zu bringen. Während erwerbsmäßig größtenteils der weiße Spargel in Erdwällen herangezogen wird, bevorzugen die Kleingärtner aber den Grünspargel, der überirdisch wächst und durch Bildung des Chlorophylls grün ist.

Die Vorteile des Grünspargels im Hausgarten gegenüber dem weißen Spargel liegen auf der Hand: Für den Anbau sprechen die weniger aufwendige Anlage, da die Erdaufschüttung entfällt, die dadurch vereinfachten Pflege- und Erntearbeiten, der höhere Gehalt an Vitamin C und Provitamin A sowie der um die Hälfte kürzere faserige Stangenanteil im Vergleich zum Bleichspargel.

Eine Neuanpflanzung lässt sich jetzt im Frühjahr gut vornehmen. Für einen Vierpersonenhaushalt reichen 50 bis 60 Pflanzen, die in ihrem Vollertrag über 10 kg pro Jahr an Ertrag bringen.

Grünspargel verlangt einen tiefgründigen, humosen, leichten bis mittleren Boden in sonniger Lage. Einjährige Jungpflanzen sind am geeignetsten. Sie sind in einem Reihenabstand von 120 cm und in der Reihe in einem Abstand von 30 cm zu pflanzen. Dazu hebt man einen Graben von 40 cm Tiefe und 30 cm Breite aus und füllt ihn zu zwei Drittel mit gut verrottetem Mist und darüber mit einer dünnen Lage Kompost. Die einjährigen Pflanzen mit gut ausgebildeten Wurzeln und vier bis sechs starken Knospen setzt man vorsichtig auf die Kompostschicht, wobei die Wurzeln gleichmäßig nach allen Seiten auszubreiten sind. Die ausgehobene Erde nutzt man zum Auffüllen.

Das Jahr der Pflanzung bleibt ertragslos; im darauffolgenden Jahr kann bis Ende Mai und in den nächsten 15 Jahren, das ist die Lebensdauer einer Anlage, bis Mitte/Ende Juni geerntet werden. Dabei sind die Stangen mit einem scharfen Messer kurz über dem Boden gerade abzuschneiden. Der Rest der Vegetationsperiode bleibt der Regeneration der Pflanzen vorbehalten, damit sie Rhizome bilden, aus denen im darauffolgenden Jahr die als Stangen bezeichneten Triebe entstehen. Im Herbst werden die Triebe über dem Boden abgeschnitten und verbrannt.

Eine Düngung der Spargelbeete erfolgt ab dem Jahr der Anlage von Anfang Mai bis Ende Juli mit vergorenen Pflanzenjauchen wie der Brennnesseljauche. Dazu wird diese mit Wasser 1:7 verdünnt und vierzehntäglich bei feuchtem Boden ausgebracht, 5 l/m2. In jedem Herbst verteilt man eine fingerdicke Schicht Kompost über die Spargelbeete.

Während der ersten Jahre, in denen der Spargel noch nicht so starkwüchsig ist, kann der Platz in den Reihen auch zum Anbau anderer Pflanzen, wie Gurken und Bohnen, genutzt werden. In späteren Jahren empfiehlt sich eine Gründüngung, zum Beispiel aus einjährigem Klee, oder das Mulchen des Bodens mit Blattmasse oder Grasschnitt.

Im Frühjahr wird mithilfe des Sauzahnes der Boden zwischen den einzelnen Pflanzen tiefgründig gelockert, wobei darauf zu achten ist, dass die Spargelrhizome nicht verletzt werden. Gibt es Probleme mit Wühlmäusen im Garten, empfiehlt sich die Anpflanzung von Knoblauch auf den Spargelbeeten, da deren Ausdünstungen die Tiere gut vergrämen.

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