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Es ist zu erwarten, dass durch das EEG 2017 entgegen den Gesetzeszielen in den Veredlungsregionen der Gülleeinsatz sinken wird. Foto: landpixel

Wirtschaftsdünger und besonders Gülle stellten oftmals den Ausgangspunkt der Biogaserzeugung dar, da diese kostenfrei und in großen Mengen an den Tierhaltungsanlagen anfallen. Neben den vergärbaren Inhaltsstoffen liefern sie Methanbakterien und die notwendige Feuchtigkeit, um feste Stoffe wie Nawaro und sonstige Reststoffe effektiv vergären zu können.

Neben der klimarelevanten CO2- Einsparung führt die Vergärung der Wirtschaftsdünger zu deutlichen Vorteilen für die Landwirtschaft und die Umwelt wie Ammonifizierung, Unkrautsamenvernichtung, Vereinheitlichung der Düngeeigenschaften, Verminderung der Methanemission und Geruchsreduktion.

In den einzelnen EEG-Stufen wurde die Bedeutung der Güllevergärung sehr unterschiedlich bewertet. Die Spanne reicht von den Trockenvergärungsanlagen, die keine Gülle einsetzen dürfen, im EEG 2004 bis zum Güllebonus von 3 ct/kWh, wenn mindestens 30 % Gülle zum Einsatz kommen, im EEG 2009. Auch ist hier die Einführung der Anlagenkategorie "kleine Gülleanlage" zu nennen, die den Gülleeinsatz anreizen sollte.

Durch die Leistungsbegrenzung auf 75 kW wird für große Tierhaltungsanlagen der Gülleeinsatz stark reduziert, da diese nur einen Teil der anfallenden Gülle verwerten können. Oft sind keine separaten Lagerstätten vorhanden, und eine gemeinsame Lagerung von Gülle und Gärprodukt ist aufgrund der Methanemission nicht tolerabel. Kleinere Betriebe im Westen Deutschlands können dagegen oft nicht die notwendigen Substratmengen aufbringen.

Der Gülleanteil am Substratmix ist regional sehr unterschiedlich. Er wird in der ersten Linie durch die Größe der Tierhaltungsanlagen bestimmt. Auch wenn mit der Gülle kostenfrei Substrat zur Verfügung steht, so ist ein mobiler Transport der Gülle zur Biogasanlage ökonomisch nur zu vertreten, wenn dadurch der Güllebonus generiert werden kann. Somit erfolgt der mobile Antransport der Güllemengen in der Regel nur, bis die Grenze für den Güllebonus (30 % am Substratmix) erreicht wird.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 40/2017 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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