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Die Jamaika-Koalition möchte die Windenergie an der Westküste weiter stärken. Foto: imago

Die Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen steht. Und mit ihr ein gut 100-seitiger Koalitionsvertrag, in dem auch die Weichen für den weiteren Ausbau der Windenergie in Schleswig-Holstein gestellt werden. Die vom Bundesverband Windenergie (BWE) kritisierten Abstandsänderungen von derzeit 400 m zu Einzelgebäuden und 800 m zu Siedlungen auf 600 m und 1.000 m werden jetzt wohl doch verwirklicht.

Gut eine Woche zuvor, die Koalitionsverhandlungen waren da noch in vollem Gange, warnte Reinhard Christiansen vom BWE-Landesvorstand Schleswig-Holstein auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Bezirk Nord und der IG Metall Küste die künftige Landesregierung eindringlich davor, die vereinbarte Regelung von 400/800 m zu ändern und damit die Energiewende im Land auszubremsen: "Es darf an den Entfernungen nicht gerüttelt werden. Sonst wären sämtliche Planungen und Gutachten, die bereits laufen, für die Tonne, und die Landesplanung muss wieder bei null anfangen. Alles müsste neu berechnet werden, das wäre eine absolute Katastrophe für Schleswig-Holstein."

Nur bei den aktuellen Abständen sei ein Ausbau der Windenergie auf rund 2 % der Landesfläche überhaupt möglich und die vereinbarten Klimaziele erreichbar. "Das war allgemeiner Konsens und Grundlage für die Ausweisung der Vorrangflächen", so Christiansen. Würden nun die größeren Abstände durchgesetzt, betrüge die zur Verfügung stehende Landesfläche aufgrund der starken Zersiedelung im Land nur noch 0,6 %: "Damit wäre jeglicher Ausbau tot und viele Arbeitsplätze in Gefahr. Die Pläne werden vor allem den Mittelstand massiv treffen", warnte Christiansen.

Aktuell seien zirka 12.100 Menschen im Land durch Windenergie beschäftigt. Jeder Dritte sei im Bereich Service und Wartung tätig. Das zeige, wie wichtig dieser Bereich für Schleswig-Holstein sei. Darüber hinaus müsse die Wertschöpfung vor Ort gehalten sowie die Vorreiterrolle Schleswig-Holsteins bei der Energiewende beibehalten und ausgebaut werden. "Wind ist ein so toller Rohstoff, wir wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir das nicht nutzen würden", bekräftigte Christiansen. Wünschenswert wäre allerdings, wenn bestehende und akzeptierte Anlagen besonders an den Küsten nicht aus der Planung herausfielen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblatt-Ausgabe 24/2017 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und in der Bauernblatt-App.

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