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Der Neubau von Gärrestlagern ist teuer und lohnt sich nur für Anlagen, die noch längerfristig betrieben werden. Foto: Ann-Katrin Gerwers

Es gibt keine Pauschallösungen zum Umgang mit der novellierten Düngeverordnung. Darin waren sich die Referenten einer Vortragsveranstaltung am vorigen Dienstag (21. November) einig. Auf Einladung der Netzwerkagentur Erneuerbare Energien (EE.SH) kamen rund 100 Biogasanlagenbetreiber, Berater und Wissenschaftler zum Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Kiel nach Osterrönfeld, um sich über mögliche Handlungsoptionen zu informieren.

Das verschärfte Düngerecht gründet auf der aus Sicht der EU unzureichenden Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland und der sogenannten NEC-Richtlinie zu Emissionshöchstwerten für bestimmte Luftschadstoffe.

"Das Vertragsverletzungsverfahren ist trotz der novellierten Düngeverordnung nicht eingestellt worden", erklärte Dr. Uwe Schleuß vom Kieler Landwirtschaftsministerium. Er geht davon aus, dass in Zukunft weitere Gesetzesverschärfungen folgen. Bei der Vorstellung der Neuerungen im Düngerecht ging Schleuß unter anderem auf die Gebietskulissen für mit Stickstoff (N) und Phosphor (P) belastete Grundwasserkörper beziehungsweise Seen ein, die alle Bundesländer ausweisen müssen.

In solchen Gebieten werden zusätzlich Maßnahmen von Betrieben gefordert, wie beispielsweise die Untersuchung der Wirtschaftsdünger auf N und P, verkürzte Einarbeitungszeiten oder die Einhaltung längerer Sperrfristen vom 15. Oktober bis zum 31. Januar. "Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem", so Schleuß. Verbesserungspotenziale sieht er vor allem in einer effizienteren Düngung.

Dr. Helmut Loibl legte den Fokus seines Vortrages auf die steigenden Anforderungen an die Lagerkapazität für Wirtschaftsdünger. Der Fachanwalt für Erneuerbare Energien beleuchtete die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Pachten und Bauen externer Lager. Außerdem erklärte er, wann ein Eindampfen von Gärresten oder das absichtliche Herunterfahren der Leistung sinnvoll ist. Er riet den Anwesenden, "jeden Fall einzeln durchzurechnen, um zu entscheiden, was sich lohnt".

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 48/2017 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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