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Eine gründliche Saatbettbereitung ist zwingend erforderlich, um auch die weniger konkurrenzstarken Arten der Blühmischung erfolgreich zu etablieren, und kleinsamigen Ansaatarten den Feldaufgang zu ermöglichen. Foto: Claus-Peter Boyens

Möglichkeiten, in Gunstlagen des Ackerbaus Naturschutzmaßnahmen in die Bewirtschaftung zu integrieren, sind begrenzt. Zum einen stehen hohe Ertragserwartungen der Umsetzung geeigneter Maßnahmen entgegen, zum anderen lassen sich lichtere Kulturpflanzenbestände, wie sie im Naturschutz unter anderem zur Förderung von Feldvogelarten angestrebt werden, bei hoher Bodengüte generell schwer erzielen. In einem Pilotprojekt in Gothendorf (Ostholstein) wird vor diesem Hintergrund erprobt, ob und wie sich landwirtschaftliche und naturschutzfachliche Ansprüche durch die feldmittige Anlage möglichst strukturreicher Blühstreifen vereinen lassen.

Blühflächen und -streifen werden in der Praxis vielfach in Randbereichen von Ackerflächen angelegt, da sich so zum Beispiel Feldgrenzen begradigen lassen oder sich diese Bereiche aufgrund ihrer geringeren Ertragserwartung als ökologische Vorrangfläche oder Vertragsnaturschutzfläche anbieten. Aus Naturschutzsicht sind jedoch, insbesondere auf größeren Ackerflächen, auch schlaginterne Anlagen von Brach- und Blühflächen wünschenswert, da hierdurch Wildarten wie zum Beispiel die Feldlerche gefördert werden können, die auf das Offenland angewiesen sind und die Randbereiche mit Vertikalstrukturen meiden. In Fruchtfolgen, die allein aus Winterungen bestehen, können durch Frühjahrsansaaten von Blühmischungen lichtere Pflanzenbestände geschaffen werden, auf die Bodenbrüter für den Nestbau und auch die Nahrungssuche angewiesen sind.

Auf einer 52 ha großen Ackerfläche des Betriebes Boyens in Gothendorf wird seit diesem Jahr eine feldmittige Anlage von Blühstreifen erprobt und im Rahmen des Angebotskatalogs "Für Mensch, Natur und Landschaft" des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) finanziell mit 750 €/ ha gefördert. Um die Effekte der Maßnahme auf Brutvögel abschätzen zu können, wurde zuvor im vergangenen Jahr durch den DVL der Ausgangszustand der Vogelbestände erfasst. Im Folgejahr wurde die Brutvogelkartierung nach erstmaliger Anlage der Blühstreifen wiederholt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 32/2017 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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