Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Im vergangenen Jahr in der Abreife häufiger zu beobachtene Mischinfektion bei Winterweizen: Septoria tritici, Gelbrost und Braunrost. Foto: Henning Jonas

Erreger, die zur Überwinterung auf lebende Blattmasse angewiesen sind, profitieren vom milden Winter und von ausbleibenden Blattverlusten wie in den vergangenen Jahren. In erster Linie gilt dies für Rostarten, aber auch für den Echten Mehltau. Im Winterweizen ist außerdem teils stärkerer Ausgangsbefall mit Septoria tritici festzustellen.

Milde Temperaturen über die gesamten Wintermonate förderten die Überlebensfähigkeit pilzlicher Erreger in allen Wintergetreidekulturen. In aktuellen Bonituren Anfang April ist zum Teil stärkerer Ausgangsbefall mit Septoria tritici und dem Echten Mehltau für alle Saattermine zu finden. Dabei sind Unterschiede in der Sortenanfälligkeit und der Vorfrucht sichtbar. Gelbrost ist derzeit vermehrt in Gräsern am Feldrand und vereinzelt auch in den Beständen zu beobachten.

Inwieweit sich Ausgangsbefall zu einer Epidemie mit ertraglicher Relevanz entwickeln kann, wird von dem Zusammenspiel aus Witterung, Biologie des Erregers, Sortentoleranz und Produktionstechnik abhängen. Insbesondere die Witterung in der generativen Entwicklung des Weizens von April bis Juni ist dabei zu betrachten.

In den vergangenen 15 Jahren hat Septoria tritici in Schleswig-Holstein eine dominierende Rolle im Krankheitsbild des Winterweizens eingenommen. Milde Winter in Verbindung mit zeitigen Saatterminen bedingen einen frühen Vegetationsbeginn mit viel Blattmasse, welche den Ausgangsbefall über den Winter in die Frühjahrsvegetation in sich trägt.

Ausgangsbefall entsteht aus Primärinfektionen von Ascosporen, die nach der Ernte in Fruchtkörpern auf Stoppelresten verbleiben. Neben dem Saattermin ist damit auch die Vorfrucht ein wichtiger Parameter. In der Frühjahrsvegetation verbleibt Septoria tritici in einem Bestand, denn nach der Erstinfektion ist eine Weiterverbreitung durch den "Splash-Effekt" von Regentropfen möglich und auf einige Meter beschränkt.

Ausreichender Niederschlag (mindestens 3 mm) zur Verbreitung und darauffolgende Blattnässe (zirka 36 Stunden, 98 %) zur Keimung der Sporen sind für diesen Erreger Grundvoraussetzung. Der Temperaturanspruch ist eher gering, wobei mit steigender Temperatur bis 20 °C die Infektionswahrscheinlichkeit deutlich steigt und die notwendige Blattnässedauer für relevante Infektionen dann auch unter 36 Stunden liegen kann. Außerdem sinkt mit ansteigender Temperatur die Entwicklungszeit des Pilzes von Infektion der Spore bis zur Ausbildung neuer Sporenlager.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblatt-Ausgabe 16/2017 unter der Rubrik "Betriebsführung" und in der Bauernblatt-App.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.