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Der Einsatz von Drohnen unterstützt das Auge des Betriebsleiters. Die Bestandsentwicklung kann aus der Luft erkannt werden. Foto: landpixel

Automatisierung findet in der Landwirtschaft seit vielen Jahrzehnten statt. Während bisher vor allem kraftaufwendige Tätigkeiten an Maschinen übertragen worden sind, werden künftig auch Planungen, Entscheidungen und Steuerungsprozesse von künstlichen Intelligenzen übernommen und somit automatisiert. Es stellt sich also die Frage, welche Rolle der Landwirt in einer hochgradig digitalisierten Landwirtschaft noch spielen wird und welche Chancen und Risiken ein solches Zukunftsszenario aufweist. Der technische Fortschritt der nächsten Jahre könnte die Landwirtschaft stärker verändern als die Erfindung des Schleppers.

Folgendes Szenario wird im Jahre 2030 vermutlich technisch realisierbar sein: Am Beginn eines Wirtschaftsjahres legt der Landwirt fest, welche Früchte auf welchen Schlägen angebaut und welche Mengen an Milch oder Fleisch produziert werden sollen. Hierfür erhält er Vorschläge von einer Planungssoftware, die ökonomisch sinnvolle Varianten auf Basis aller im Internet verfügbaren Prognosedaten errechnet hat. Der Landwirt ändert einen aus seiner Sicht plausiblen Anbauplan ein wenig ab und gibt ihn zur Produktion frei. Die Umsetzung dieses Produktionsplanes liegt nun in der Verantwortung der jeweiligen Produktionssysteme.

Produktionssysteme sind Schläge oder Ställe, die um eine Art "Geist" oder "Bewusstsein" erweitert wurden. Dieser "Geist eines Schlages" ist in Wirklichkeit eine im Internet ausgeführte Instanz sogenannter Agenten-Softwaresysteme, die sich um die bestmögliche Erreichung der gesteckten Ziele kümmern. Hierfür stehen den Feld- und Stallagenten alle Informationen des Internets sowie ein physischer Fuhrpark aus automatisierten Drohnen, Schleppern, Bodenbearbeitungs- und Erntemaschinen beziehungsweise Fütterungsautomaten, Melkrobotern und weiteren Geräten zur Verfügung. Ein Feld könnte beispielsweise im Herbst feststellen, dass es Zeit sei, eingesät zu werden.

Für die genaue Terminplanung bezieht es Wetterprognosen aus dem Internet, schickt aber sicherheitshalber zusätzlich eine Drohne zum Feld, um die tatsächliche Feuchtigkeit auf dem Acker zu messen. Ist der ideale Zeitpunkt ermittelt, bucht das Feld (beziehungsweise sein Softwareagent) über digitale Marktplätze im Internet eine Drillmaschine, die mit der Einsaat beauftragt wird. Die Drillmaschine (beziehungsweise ihr Softwareagent) ist nun dafür zuständig, genügend Saatgut der richtigen Sorte und Qualität einzukaufen sowie eine Zugmaschine zu buchen, was ebenfalls über digitale Marktplätze erfolgt.

Auf diese Art und Weise würden Produktionsziele immer weiter in spezifische Teilziele heruntergebrochen und einer speziellen Entität (Feld, Stall, Drillmaschine, Schlepper et cetera) zur Erledigung übertragen. Teilziele, die von einer Entität nicht selbst erledigt werden können, werden, quasi als Unterauftrag, an eine andere Entität übergeben. Visionen einer sich selbst steuernden Landwirtschaft wie diese werden derzeit unter dem Begriff Farming 4.0 oder Landwirtschaft 4.0 diskutiert.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 45/2017 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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