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Einige Tierwohlprogramme verpflichten Erzeuger zum Angebot von Weidegang. Foto: Kristin Resch

Das Thema Tierwohl scheint in aller Munde. Diesem Trend liegt allerdings eine negative Entwicklung zugrunde: In den vergangenen Jahren kamen immer mehr Fälle von mangelhaftem Tierschutz in der Nutztierhaltung an die Öffentlichkeit. Dies führte unter anderem dazu, dass der Bundestag 2013 das Tierschutzgesetz geändert hat. Es verpflichtet Tierhalter seitdem dazu, betriebliche Eigenkontrollen zu Tierschutzindikatoren durchzuführen. 2014 startete dann das Bundesministerium für Landwirtschaft eine große Initiative mit dem Titel "Tierwohl – eine Frage der Haltung".

Ein Schwerpunkt des Projektes liegt auf den Nutztieren. Allein im Haushaltsjahr 2015 stellte das Ministerium 33 Mio. € für diese Initiative zur Verfügung. Ziel ist es, Tierhalter nach dem Prinzip der "verbindlichen Freiwilligkeit" zu motivieren, Tiere tierwohlgerechter zu halten. Aber wer soll die Kosten für ein verbessertes Tierwohl übernehmen? Liegt dies in alleiniger Verantwortung des Produzenten, oder kann die Last auf verschiedene Schultern verteilt werden?

Auch auf diese Frage sind in den vergangenen Jahren unterschiedliche Antworten gefunden worden. So gibt es zum Beispiel verschiedene Tierschutzprogramme, denen sich der Erzeuger anschließen kann. Der Verbraucher entlohnt ihn im Normalfall durch einen höheren Preis für diese Bemühungen. Ungeachtet der Intention der unterschiedlichen Akteure können so tatsächlich die Haltungsbedingungen der Nutztiere verbessert werden.

Vereinfacht gesagt bedeutet Tierwohl Gesundheit und Wohlbefinden des Tieres. Wohlbefinden kann der Tierhalter durch fünf Faktoren sichern:

  • gute Ernährung und eine ausreichende Wasserversorgung,
  • Sicherheit,
  • die Möglichkeit, angeborenes Verhalten auszuüben,
  • Abwesenheit von unangenehmen Zuständen wie Schmerz, Angst und Stress,
  • ein allgemein gutes Körperbefinden.

Neben den moralischen Verpflichtungen, die ein Tierhalter gegenüber seinem Tier verspürt, formuliert der Staat durch Gesetze, wie Tiere zu halten sind. Seit 2002 ist der Tierschutz sogar als Staatsziel im Grundgesetz verankert. 2013 wurde das Tierschutzgesetz um den § 11 (8) erweitert. Er schreibt vor, dass Tierhalter von Nutztieren ihre Tierhaltung mittels Tierschutzindikatoren bewerten müssen. Diese Eigenkontrollen sollen dazu dienen, dass die Tiere ihrer Art und Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Die Bundesländer sind verantwortlich für die weitere Ausformulierung der Eigenkontrollen. Mittlerweile unterstützen viele Checklisten der unterschiedlichsten Gremien den Tierhalter bei dieser Arbeit.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 40/2017 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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