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Im Einsatz: eine Einzelkorndrillmaschine mit einem Reihenabstand von 75 cm. Foto: Lasse Steinbach

Es ist Mitte März, und ein trockener und milder Winter liegt hinter uns. Die Befahrbarkeit der Böden ist auf vielen Standorten gegeben. Die vielerorts praktizierte Gülleausbringung vor der Aussaat zu Mais bleibt jedoch durch die Befahrbarkeit der Flächen limitiert. Standorte, die üblicherweise unter Staunässe leiden, bedürfen einer besonderen Sorgfalt. Denn das stark rationalisierte Verfahren der Gülleausbringung setzt auf große Transport- und Ausbringkapazitäten. Eine Verdichtung des Bodens gilt es zu vermeiden.

Die schnelle Erwärmbarkeit der Flächen hat bei der Maisaussaat höchste Priorität. Darum ist der Pflug oft nach wie vor das Mittel der Wahl.

Grundbodenbearbeitung zu Mais

Er lockert den A-Horizont und verändert das Porengefüge zugunsten der Grob- und Mittelporen und ermöglicht somit eine gute Durchlüftung und Erwärmung. Auf schlechten, schüttfähigen Böden sollte allerdings mit Packer gepflügt werden, um den Bodenschluss wiederherzustellen.

Auf leichteren Standorten und erosionsgefährdeten Flächen ist die Grundbodenbearbeitung mit dem Grubber möglich beziehungsweise notwendig. In der Regel ist die Wiedererwärmung auf diesen Flächen etwas erschwert und bietet somit nicht immer optimale Bedingungen für die anstehende Aussaat. Des Weiteren können Ernterückstände an der Oberfläche zur Übertragung von Fusariosen führen. Eine Lockerung auf 25 cm ist beim Pflügen beziehungsweise Grubbern meistens ausreichend.

Saatbettbereitung zu Mais

Der Mais stellt als Kulturpflanze mit die höchsten Anforderungen an das Saatbett. Die Keimung findet erst zwischen 8 und 10 °C Bodentemperatur statt. Damit fordert der Mais ein verdichtungsfreies Saatbett, das durch eine gute Durchlüftung eine bessere Erwärmung ermöglicht. Da das Maiskorn 30 % seines eigenen Gewichts an Wasser aufnimmt, ist eine gute Wasserführung zwingend als günstige Auflaufvoraussetzung.
Die Saatbettbereitung stellt nach dem Pflügen den Bodenschluss her und optimiert das Porenvolumen sowie die feinkrümelige Struktur. Die Arbeitstiefe richtet sich dabei nach der geplanten Saattiefe und beträgt allgemein 4 bis 6 cm.

Auf leichteren Standorten findet gelegentlich keine Saatbettbereitung mehr statt, und es wird direkt aufs Pflugbett ausgesät. Dies ist nicht zu empfehlen, da die fehlende Rückverfestigung zu unregelmäßigen Saattiefen und damit schlechten Feldaufgängen führt. Bei lehmigen bis tonigen Flächen kann ein zusätzlicher Bearbeitungsgang mit der Kreiselegge beziehungsweise mit einem Feingrubber vorhandene Kluten zerkleinern und eine feinkrümelige Struktur erzeugen. Dazu sollte nach dem Pflügen das Angrauen der Fläche abgewartet und dann unmittelbar bearbeitet werden.

Wichtig ist, den Boden bei der Saatbettbereitung trocken zu bearbeiten, da es sonst zu Verdichtungen im Krumenbereich kommt, was sich wiederum nachteilig auf die Wurzelentwicklung des Keimlings auswirkt.
Worauf bei der Saat zu achten ist

Bei konstanten Bodentemperaturen oberhalb von 8 °C kann die Maisaussaat beginnen, ansonsten besteht die Gefahr des verzögerten Auflaufens der Pflanze, einhergehend mit empfindlichen Ausfällen durch pilzliche Schaderreger. Die Aussaat kann je nach Witterung und Standort bereits Mitte April beginnen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblatt-Ausgabe 11/2017 unter der Rubrik "Pflanze" und in der Bauernblatt-App.

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