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In der Hofmeierei von Stephan Eggers und Corinna Hammen wird die Milch von den eigenen Kühen zu Joghurt und Pudding veredelt. Foto: Christiane Herrmann

"Regional" ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Auch Stephan Eggers und Corinna Hammen verarbeiten in ihrer Hofmeierei in Bullenkuhlen, Kreis Pinneberg, einen Teil ihrer Milch selber zu Joghurt und Pudding. Nur im Umkreis von gut 50 km kann man diese in ausgewählten Supermarktregalen finden. Doch seinen Erfolg führt das Ehepaar nicht auf den aktuellen Regionaltrend zurück, sondern auf die Qualität seines Produktes.

Im Juli zeigte eine ZDF-Dokumentation einen Bericht über die steigende Nachfrage nach regionalen Produkten. Mit dem Schlagwort "regional" wird vieles beworben, doch gibt es keine Bestimmung darüber, was noch als solches gelten darf und wo die Grenzen gesetzt werden. Die Sendung deckte einige Fälle auf, bei denen mit dem Begriff ganz schön freizügig umgegangen wird. Als positives Beispiel dagegen wurde Joghurt und Pudding von der Hofmolkerei Eggers hervorgehoben. Empfohlen durch einen Supermarktgeschäftsführer aus Hamburg, der den Joghurt seit Jahren in seinem Markt anbietet, wurde das ZDF-Team auf das Ehepaar aufmerksam. "Das war ein spannender Tag. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, mit so einem professionellen Fernsehteam zu arbeiten? Ich fand das sehr interessant", sagt Corinna Hammen.

Dass gerade dieser Milchviehbetreib aus Schleswig-Holstein als ein positives Beispiel für die Vermarktung regionaler Produkte gezeigt wurde, kommt nicht von ungefähr. Seit zehn Jahren arbeiten Stephan Eggers und seine Frau Corinna Hammen daran, die Produkte ihrer eigenen Hofmolkerei in der Umgebung zu verkaufen.

Stephan Eggers erklärt: "Für einen Laden ist unsere Lage nicht gut genug. Uns war von vornherein klar: Wenn wir eine Molkerei bauen, dann müssen wir auch eine gewisse Menge an Milch dort verarbeiten, damit es sich lohnt. Das hätte man über einen Hofladen nicht realisieren können." Deshalb war von Anfang an die Überlegung, ihre Produkte über Wiederverkäufer anzubieten.

Also nahmen sie Kontakt zu Supermärkten auf. "Ich habe dort einfach angerufen und uns und das, was wir machen, vorgestellt. Ich bin erst mal hin und habe den Marktleitern Proben mitgebracht. Unsere Produkte schmecken halt deutlich anders als das, was sie sonst so verkaufen. Sie waren eigentlich alle ganz angetan, und die meisten haben dann unseren Joghurt auch ins Sortiment aufgenommen", so Corinna Hammen. Damals war das Hauptargument für die Supermärkte die Qualität der Produkte, denn 2007 waren regionale Lebensmittel bei den Verbrauchern noch gar kein Thema. "Unser Hauptwachstum haben wir lange vor dem Regionaltrend gemacht", erzählt Stephan Eggers.

Heute beliefern sie 80 Supermärkte zwischen Itzehoe und Hamburg. Jeder Markt bekommt einmal in der Woche frische Ware. Corinna Hammen erklärt das Konzept: "Wir produzieren nur auf Bestellung. Wir nehmen abends die Milch in der Molkerei an, über Nacht wird sie zu Joghurt verarbeitet, und am nächsten Tag wird er in Becher abgefüllt. Dann muss er eine Nacht in der Kühlzelle stehen. Am nächsten Tag wird er auch schon ausgeliefert. So haben die Märkte immer ganz frischen Joghurt im Regal stehen."

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 36/2017 unter der Rubrik "Regionales" und im digitalen Bauernblatt.

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