Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Bislang musste für die optische Geschlechtsbestimmung im Ei ein rund 10 mm großes Loch eingebracht und wieder verschlossen werden. Seit Kurzem funktioniert das Verfahren auch ohne Öffnen der Eier. Foto: landpixel

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hält bei der angestrebten Abkehr vom Töten männlicher Eintagsküken an der Linie ihres Vorgängers fest. Es gehe darum, schnellstmöglich praxistaugliche Alternativen zu entwickeln, erklärte die Ministerin zu der vor Ostern neu entbrannten Diskussion.

"Küken zu töten, weil sie das falsche Geschlecht haben, ist moralisch nicht hinnehmbar", betonte die CDU-Politikerin. Ihr Haus gehe den Weg der Forschung.

Seit 2008 fördere das Bundeslandwirtschaftsministerium die Geschlechtsbestimmung im Hühnerei mit bisher insgesamt rund 5 Mio. €. Dadurch seien zwei vielversprechende Verfahren entwickelt worden, die nun von den Projektpartnern zur Praxisreife gebracht würden. "Es ist keine Zukunftsmusik mehr, dass Eier, die mit unseren Verfahren getestet wurden, in den Supermarktregalen stehen", stellte Klöckner fest.

Demgegenüber hielt Grünen-Agrarsprecher Friedrich Ostendorff der Ministerin "leere Versprechen ohne Substanz" vor. Immer wieder habe das Bundeslandwirtschaftsministerium große Erwartungen geweckt, die bislang jedoch nicht eingehalten worden seien. Bereits der frühere Ressortchef Christian Schmidt (CSU) habe angekündigt, das Kükentöten innerhalb von zwei Jahren zu beenden. Das Töten von männlichen Eintagsküken müsse sofort beendet werden und dürfe nicht von technischen Möglichkeiten in der Zukunft abhängig gemacht werden, forderte der Grünen-Politiker.

Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden und der Universität Leipzig zeigten sich zuletzt optimistisch, mit dem von ihnen entwickelten Verfahren der Geschlechterbestimmung in Hühnereiern in den kommenden beiden Jahren eine praxistaugliche Alternative zur Verfügung stellen zu können.

In einer gemeinsamen Presseverlautbarung sprechen die beiden Hochschulen von einem technologischen Durchbruch, der zwei Forschergruppen nach fünfjähriger Arbeit gelungen sei. Dank der Spektroskopie lasse sich mit dem neuen Verfahren bereits am ersten Tag nach einer möglichen Befruchtung feststellen, ob in dem Ei eine Legehenne heranwachse oder ein männliches Tier. Der neue Lichttest wird als kostengünstig, schnell und zuverlässig gewürdigt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 15/2018 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.