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Kann Biodiversität ein Betriebszweig sein? Diese Frage diskutierten (v. li.): Klaus-Dieter Blanck, Lutz Schlünzen, Uwe Dierking, Werner Schwarz, Stephan Gersteuer, Holger Schädlich und Jan-Wilhelm Schmidt. Foto: Dr. Robert Quakernack

Mehr Biodiversität in einer produktiven Landwirtschaft kann nur erreicht werden, wenn alle Beteiligten auf Augenhöhe nach Lösungen suchen. Darüber waren sich die Anwesenden beim Kreisbauerntag Ostholstein-Lübeck einig, der Montag (10. Juli) auf Gut Mariashagen in Sierksdorf stattfand.

Naturschutzexperte Uwe Dierking vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) präsentierte seine Beobachtungen zu Veränderungen von Vogelpopulationen in Bendfeld, Kreis Plön. Zwar habe sich die Zahl der Vögel insgesamt zwischen 1987 und 2015/16 kaum verändert. Arten, die von bewirtschafteten Bauernhöfen profitierten, wie Spatz, Schwalbe und Star, seien jedoch Wald- und Wasservogelarten gewichen. Der Grund: Wachsende Gehölzflächen und die Anlage von Gewässern in Geländesenken. Eine Schlussfolgerung, die Dierking aus seinen Beobachtungen zieht, lautet daher: "Artenvielfalt braucht Landwirte."

Große Sorgen bereitet dem DVL-Fachmann der Schwund von Insekten. Nach seinen Angaben belegten mehrere Untersuchungen, dass sich die gesamte Insektenmasse mittlerweile auf ein Viertel des Niveaus von vor 30 Jahren verringert hat. "Das werden wir spüren", mahnte Dierking und rief zum Handeln auf.

Einen Hebel sieht er in der Weiterentwicklung GAP. Sein Verband hat dazu im vergangenen Jahr die Umstellung auf ein Punktesystem mit einer sogenannten Gemeinwohlprämie vorgeschlagen. Wichtig sei, dass Leistungen messbar sind und Maßnahmen einen echten Einkommensvorteil für Landwirte bringen, so Dierking. Zudem müssten Entscheidungen auch rückgängig gemacht werden können

Ziel sei es, dass jeder Landwirt auf Basis seiner Betriebsdaten selbstständig ermittelte, wie lohnend eine Maßnahme für ihn wäre. So habe er weiterhin eine unternehmerische Entscheidungsfreiheit. Eine Eingliederung der Gemeinwohlprämie in die GAP könne er sich am ehesten im Rahmen des Greenings vorstellen. Ein konkretes Konzept dazu gebe es aber noch nicht.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 28/2017 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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