Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Rapsschrot hat sich als Eiweißfuttermittel etabliert. Foto: archiv

Im Fall der Salmonellenfunde im Tierfuttermittel liegen dem Kieler Landwirtschaftsministerium (Melund) im Rahmen laufender Untersuchungen weitere Probenergebnisse vor. So seien insgesamt 72 Rückstellmuster von mehlförmigen ­Mischfuttermitteln untersucht worden. In fünf Fällen wurden laut Melund Salmonellen nachgewiesen.

Trotz der 67 negativen Ergebnisse wurden alle mehlförmigen ­Mischfuttermittel unabhängig vom Untersuchungsbefund der Rückstellmuster von den landwirtschaftlichen Betrieben zurückgeholt beziehungsweise ausgetauscht. Wie das Melund weiter mitteilte, wurden zudem nach Salmonellenbefunden in dem Produkt "RaPass" weitere "RaPass"-­haltige Futtermittel überprüft. Dazu wurden 77 Rückstellproben pelletierter Mischfuttermittel untersucht. In zwei Fällen seien Salmonellen nachgewiesen worden. Diese Lieferungen vom 14. November und 21. Dezember sind nach Ministeriumsangaben gesperrt worden und die Rückholung von den beiden belieferten Betrieben wurde angeordnet.

Insgesamt wurden nach den bisherigen Erkenntnissen 75 landwirtschaftliche Betriebe mit Futtermitteln beliefert, die als "nicht sicher" bewertet sind. Lat Melund laufen die weiteren Untersuchungen zur Ursache. Dem Kieler Verbraucherschutzministerium sollen keine Erkenntnisse zu einem erhöhtes Vorkommen von Salmonellen in Lebensmitteln vorliegen. Lebensmittelunternehmen sind zur Information der zuständigen Behörden verpflichtet, wenn sie im Rahmen ihrer Eigenuntersuchungen Salmonellen in den von ihnen produzierten Lebensmitteln feststellen.

Der Bauernverband Schleswig-Holstein weist mit Blick auf die Salmonellenfunde darauf hin, dass Mitglieder, die mehlförmiges Mischfutter oder aber die unverarbeiteten Einzelfutterkomponenten bezogen haben, weitere Detailinformationen herunterladen können. Dort sei auch ein Formular zu finden mit dem sich betroffene Landwirte beim Bauernverband melden könnten. Damit wolle der Bauernverband in Erfahrung bringen, in welchem Ausmaß die Mitgliedsbetriebe von dem Geschehen betroffen sind. Ob sich daraus berechtigte Schadensersatzansprüche ergeben, könne jedoch noch nicht gesagt werden.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.