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Der DBV fordert eine Vereinfachung des Agrarantragsverfahrens. Foto: landpixel

Der Deutsche Bauernverband (DBV) spricht sich dafür aus, die Chancen der Digitalisierung und moderner Technologien bei der Umsetzung der EU-Agrarförderung zu nutzen. Ziel sei es, das bislang aufwendige Antrags- und Prüfverfahren durch ein digitales, satellitengestütztes System zu ersetzen, in dem der Landwirt seine Antragsdaten künftig nur noch als Checkliste überprüfen müsse, erklärte der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling heute in Berlin.

"Eine Optimierung des bestehenden Antragsystems führt nicht weiter", warnt Hemmerling. Stattdessen müsse die Umsetzung der EU-Agrarförderung als Gesamtprozess von der Vorbereitung der Antragstellung bis zur Maßnahmendurchführung und Mittelauszahlung betrachtet werden. Dies bedeute, dass künftig alle notwendigen Antragsdaten insbesondere aus der Fernerkundung automatisch generiert und den Landwirten zur Verfügung gestellt werden. Die Landwirte sollten diese Daten dann nicht mehr selbst bearbeiten, sondern lediglich als sogenannte Checkliste bestätigen müssen.

Hemmerling verspricht sich von einer "antragslosen" EU-Agrarförderung im Sinne eines "Agrarantrags 4.0" nicht zuletzt einen vollständigen Verzicht auf stichprobenbezogene Vor-Ort-Kontrollen. Ein künftiges Monitoring sollte sich dem DBV-Vertreter zufolge auf Fördertatbestände konzentrieren, die auch Gegenstand der Fernerkundung seien. Dies müsse einhergehen mit einer durchgreifenden Entschlackung des komplexen und unverhältnismäßigen Systems von Anlastungen, Kürzungen und Sanktionen, wie dies mit dem neuen "Umsetzungsmodell" der EU-Kommission Ende November 2017 in die Diskussion gebracht worden sei.

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