Tendenzen
12.07.2010 -
Markttendenz für die Woche vom 12. Juli bis 18. Juli 2010
Brotgetreide: Eine niedrige Einschätzung der US-Maisflächenentwicklung hat die Kurse an den Terminmärkten steigen lassen. Durch die Hitzeperiode gehen die Ertrags- und Qualitätsprognosen zurück.
Raps: Die Rapskurse gaben kurzzeitig nach, die weitere Entwicklung wird jedoch nach wie vor fest eingeschätzt. Man rechnet mit einer guten, aber nicht überdurchschnittlichen Ernte.
Futter-/Industriegetreide: Die sommerliche Witterung beschleunigt die Abreife vor allem auf den trockenen Standorten. An diesem Wochenende könnte der Erntestart zum Beispiel in Ost- oder in Süddeutschland erfolgen.
Futtermittel: Die Kurse für Mischfuttermittel bleiben fest. Vor allem die Kurse für Schweinemastfutter zogen im Juni nochmals etwas an.
Kartoffeln: Die Kurse können sich in diesem Jahr lange auf einem relativ festen Niveau halten, obwohl die Nachfrage hitze- und ferienbedingt derzeit nicht sehr hoch ist.
Schlachtrinder: Da die Landwirte mit sinkenden Geboten die Stückzahlen reduzieren, lassen sich die geforderten Preisabschläge, vor allem bei Schlachtkühen, nicht immer durchsetzen.
Milch: Die Kurse für Butter und Käse können sich behaupten. Etwas Preisdruck bei Molkepulver in Futtermittelqualität. Anziehende Kurse am Markt für Spotmilch.
Schlachtkälber: Die Umsatzmengen haben sich durch die günstigen Preise etwas erhöht. Zum Teil werden Kalbfleischartikel auch als Ersatz für die fehlenden beziehungsweise recht teuren Edelteile aus Südamerika nachgefragt.
Schlachtschweine/-sauen: Die Grillsaison verliert an Einfluss auf die Preisfindung. Durch die anstehende Ferienzeit disponiert der Handel vorsichtiger.
Ferkel: Der Handel hofft, dass durch die Preisabschläge der Ferkelabsatz wieder an Schwung gewinnt und dass weitere Preisabschläge am Schweinemarkt ausbleiben.
Schlachtlämmer/-schafe: Da aus Irland und Großbritannien ausreichend Lammfleisch zu günstigen Konditionen am Markt zur Verfügung steht und das hiesige Angebot stetig steigt, wird mit Preisschwächen gerechnet.
Eier: Trotz der nachgebenden Preise und des reichlichen Angebotes hat sich die Nachfrage nicht erhöht. Auch die Industrie disponiert vorsichtiger.





