Schleswig-Holstein

Zum Buch Nord-Ostsee-Kanal: Begegnungen

Kommentar

02.03.2009 -  

Fleischerzeugung auf Rekordniveau

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr mit insgesamt rund 7,5 Millionen Tonnen erneut einen Spitzenwert erreicht. Das bisherige Rekordniveau aus dem Jahr 2007 ist damit noch um gut 200.000 Tonnen oder 3,3 % übertroffen worden. Die Bruttoeigenerzeugung von Fleisch hat in 2008 in Deutschland sogar einen Wert von 7,72 Millionen Tonnen erreicht, was eine Steigerung von fast 2,8 % bedeutet. Dabei haben sich die Einfuhren von Lebendvieh, Fleisch und Erzeugnissen auf 3,39 Millionen Tonnen belaufen, die Ausfuhren konnten indes auf 3,83 Millionen Tonnen gesteigert werden. Dies bedeutet jeweils eine Steigerung von 3,9 bzw. sogar 12,6 %. Der Selbstversorgungsgrad mit Fleisch ist damit von 101 % in 2006 über 103 % in 2007 auf 106 % im vergangenen Jahr gestiegen.
Den Löwenanteil zur Fleischerzeugung hat erwartungsgemäß wieder das Schweinefleisch beigetragen, das in einer Menge von gut 4,66 Millionen Tonnen erzeugt worden ist. Die Einfuhr von ca. 555.000 Schlachtschweinen dazugerechnet und die Ausfuhr von etwa 88.000 Tieren davon abgezogen hat die Nettoschweinefleischerzeugung hier zu Lande in 2008 einen neuen Rekordwert von 5,13 Millionen Tonnen erreicht. Bei Schweinefleischeinfuhren von rund 1,20 Millionen Tonnen und einem Verbrauch von ca. 4,45 Millionen Tonnen haben somit 1,88 Millionen Tonnen Schweinefleisch für den Export zur Verfügung gestanden, eine Menge, die sich seit dem Jahr 2004 nahezu verdoppelt hat. Im Zuge dieser Entwicklung ist auch der Selbstversorgungsgrad von 92 % im Jahr 2004 über 100 % in 2007 auf 105 % in 2008 gestiegen.
Die Bruttoeigenerzeugung von Rind- und Kalbfleisch hat sich in 2008 mit gut 1,24 Millionen Tonnen gegenüber 2007 um knapp 2 % erhöht. Da die Ausfuhren von Schlachttieren mit rund 45.000 Stück die Einfuhren mit ca. 19.000 Tieren deutlich übertroffen hat fiel die Nettofleischerzeugung mit knapp 1,22 Millionen Tonnen sogar um 2,4 % umfangreicher aus als im vorangegangenen Jahr. Bei einem gegenüber 2007 immerhin um gut 2 % rückläufigen Verbrauch von rund 995.000 Tonnen und Einfuhren von 330.000 Tonnen (ca. 65.000 Tonnen davon aus Drittländern) mussten im vergangenen Jahr gut 550.000 Tonnen ausgeführt werden, immerhin 35.000 Tonnen oder 6,8 % mehr als in 2007. Die Drittlandsausfuhren konnten dabei gegenüber 2007 um ein Drittel auf 70.000 Tonnen gesteigert werden. Der Selbstversorgungsgrad ist dabei in 2008 wieder um 4 auf 124 % gestiegen.
Gestiegen sind im vergangenen Jahr auch die Bruttoeigenerzeugung und der Selbstversorgungsgrad beim Geflügelfleisch, und zwar um fast 3 % auf nahezu 1,32 Millionen Tonnen bzw. um einen Punkt auf 87 %. Auch der Verbrauch hat um gut 2,8 % auf 1,52 Millionen Tonnen zugenommen.
Sowohl die Bruttoeigen- als auch die Nettoerzeugung von Schaf- und Ziegenfleisch ist im vergangenen Jahr mit 40.700 bzw. 41.100 Tonnen rückläufig gewesen, und zwar jeweils um gut 6 %. Bei einem stetigen Verbrauch von 84.900 Tonnen und Fleischausfuhren von 11.100 Tonnen entstand ein Importbedarf von 54.900 Tonnen, von denen immerhin 49.500 Tonnen aus Drittländern stammten. Die Drittlandseinfuhren nahmen damit um fast 9 % zu.
Uwe Stahl, ZMP


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