Schleswig-Holstein

Zum Buch Nord-Ostsee-Kanal: Begegnungen

Landfrauen/Landjugend

25.08.2010 -  

Ganzheitliche Bildung für die Zukunft der Kinder

Die Chancengleichheit auf Teilhabe an Bildung darf nicht zur Disposition gestellt werden, mahnt die dlv-Präsidentin Brigitte Scherb angesichts der Diskussion um die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagene Bildungs-Chipkarte. Ganzheitliche Bildung bei Kindern sei ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Gut, dessen Nutzen nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Scherb: „Kinder sind unsere Zukunft. Wir können es uns nicht leisten, dass begrenzte finanzielle Mittel im Elternhaus oder gar Kinderarmut die Chancen auf Bildung und Persönlichkeitsentwicklung einschränken. Außerschulische Aktivitäten wie etwa der Musik- und Sportunterricht oder Ausflüge in die Heimatregion fördern die kindliche Entwicklung, wecken Interessen, geben neue Impulse und stärken die Persönlichkeit.“
Angesichts des von der Wirtschaft beklagten Fachkräftemangels und gesunkenen Bildungsniveaus bei Schulabgängern fordert der dlv von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, wirksame Strategien zu erarbeiten, um der heranwachsenden Generation auf breiter Basis Entwicklungsimpulse und Bildung zu ermöglichen. 
Kinder sind von Bildungsangeboten außerhalb des schulischen Rahmens begeistert. Das zeigt auch die Erfolgsbilanz des aid-Ernährungsführerscheins. Fast 85.000 Grundschulkinder wurden mittlerweile  von geschulten LandFrauen an Herkunft und Verarbeitung alltäglicher Nahrungsmittel herangeführt. Gleichzeitig werden mit viel Spaß alltägliche Kompetenzen erweitert. Sei es der  persönliche Erfolg beim Handhaben der Küchengeräte oder das Gemeinschaftserlebnis bei der anschließenden Mahlzeit.  Die Erlebnisse der Projekttage wirkten bei den Kindern nachhaltig und reichten weit in das Alltagsleben der Kinder und ihrer Familien hinein, so die dlv-Präsidentin. Auch die Projektwoche „Landwirtschaft für kleine Hände“, bei der LandFrauen Kindergartengruppen durch landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen führten, zeigte auf, dass Kinder nachhaltig für bewusstes Ernährungsverhalten sensibilisiert werden können, wenn sie altersgemäß über die Erzeugung regionaler Lebensmittel und Abläufe auf dem Bauernhof informiert werden.
Die Möglichkeiten zu derlei persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen, zur Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben oder sinnvollen Bildungsangeboten müsse allen Kindern unabhängig von der elterlichen Finanzkraft offenstehen, so die Forderung des Deutschen LandFrauenverbandes. Dies sei eine Investition in die Zukunft, von der Wirtschaft und Gesellschaft langfristig profitieren werden. 
dlv



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