Schleswig-Holstein

Zum Buch Nord-Ostsee-Kanal: Begegnungen

Landfrauen/Landjugend

02.07.2010 -  

Hademarschen: In der Schulpause auf den Liegestuhl

Bild - Hademarschen: In der Schulpause auf den Liegestuhl


Am Dankesabend duften die Helfer auf den Liegestühlen am Teich entspannen. 
Bild 2: Genießen den „Strand“ (v. li.): Sandra Wolff, Gesa Dreeßen und Sina May Riecken.trand“ (v. li.): Sandra Wolff, Gesa Dreeßen und Sina May Riecken.
Text und Fotos: Kathrin Iselt-Segert

Mit einer defekten Bachlaufpumpe fing vor drei Jahren alles an. Heute ist im Hof der LandFrauenschule Hademarschen nicht nur eine neue Pumpe installiert, sondern eine farbenfroh bepflanzte  Teichlandschaft mit Sonnenterrasse und sogar einem kleinen Strand entstanden, die die Schülerinnen und Schülern gerade in diesen Sommertagen ausgiebig genießen. Möglich gemacht hat das der Förderverein der Schule, der in Hademarschen und Umgebung viele bereitwillige Helfer für das Projekt fand. Am Dienstagabend gab es für alle ein großes Dankeschön: Die Schule hatte zum Grillbufett eingeladen.
„Das kann so nicht bleiben. Das sieht ja fürchterlich aus!“ – Wiltrud Ehrenberg, die Vorsitzende des Fördervereins der Schule, kann sich noch gut an ihre Worte erinnert, als sie das erste Mal wegen der defekten Bachlaufpumpe den Teich im Innenhof begutachtete. „Das war im Grunde kein Teich, sondern nur ein Loch.“ Für die engagierte Hademarscherin stand sofort fest: „Das ganze Areal muss anders werden.“
Als die Schülerinnen und Schüler schließlich auch noch an den Förderverein herantraten und sich wünschten, dass „das Loch“ wieder ein Teich wird, war der Startschuss für das ambitionierte Projekt gegeben.
Zum Offenen Garten 2008 präsentierte der Verein eine Skizze der neuen Teichlandschaft. Fehlten nur noch Maschinen, Helfer und Material. „Wir haben also angefangen, überall zu fragen, und eigentlich offene Türen eingerannt“, sagt Wiltrud Ehrenberg. Mit „wir“ ist der Vorstand gemeint, zu dem auch Gaby Sager, Ute Perret und Ulrike Lipphold gehören.
Letztere brachte mit ihrem Mann Heinz  einen der „Macher“ mit in die Runde. Vom Abbruch des alten Betonbeckens über das Streichen des Lärchenholzes auf der Terrasse bis zum Anlegen des kleinen Strandbereiches – „Heinz war fast jeden Tag hier“, schildert  Wiltrud Ehrenberg den unermüdlichen Einsatz des Pensionärs.
Verlassen konnte sich der Förderverein aber auch auf die Hilfe der Gemeinden Hademarschen und Lütjenwestedt, auf Mark Ramsauer, der jederzeit mit Maschinen half, und seine Frau Petra, die sich um die Bepflanzung der Teichanlage kümmerte und kümmert, oder auf Firmen und Baumschulen aus dem Ort. Die Liste der Helfer, die  Wiltrud Ehrenberg in ihrer Dankesrede nannte, war lang. Immerhin wurden zirka 510 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Bei einem Stundenlohn von 30 € käme das auf 15.300 € Eigenleistung, rechnete sie vor.  Für die Materialkosten brachte der Verein außerdem gut 3.500 € zusammen.
Im Namen der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und Mitarbeiter erwähnte Lehrer Rüdiger Stechert aber auch den Einsatz der Helfer beim  Weihnachtsbasar. Durch diesen sei dringend benötigtes  Geld  zusammengekommen. Er betonte zudem, dass es der Kraft der Mitglieder des Fördervereins zu verdanken sei, dass das Vorhaben immer wieder „gepusht“ wurde.
Seine Kollegin  Inge Soltau machte allen Helfern sicher ein wunderbares Kompliment, als sie mit einem Schmunzeln  feststellte, dass die Schülerinnen und Schüler inzwischen viel lieber auf der Sonnenterrasse lägen, als  im „spannenden Unterricht“ zu sitzen.
 
transparent  


[Gesamtansicht] · [drucken] · [top]