Schleswig-Holstein

Zum Buch Nord-Ostsee-Kanal: Begegnungen

Landfrauen/Landjugend

20.03.2009 -  

Zukunftswerkstatt in Treia

Bild - Zukunftswerkstatt in Treia


Die Abstimmung über die wesentlich Zukunftsaufgaben brachte klare Ergebnisse.
Text und Foto: Kathrin Iselt-Segert
So spontan wie die „Zukunftswerkstatt LandFrauenpower “ in Treia an einem Sonnabend zustande kam, so intensiv war die sechsstündige Arbeit von 80 LandFrauen aus den Kreisverbänden Nordfriesland, Schleswig und Flensburg an einem Zukunftskonzept. Dabei ging es um die Fragen: Wohin wollen wir? Wie schaffen wir das? Was haben wir davon? Antworten fanden die Teilnehmerinnen in vier Arbeitsgruppen, die sich mit den Themenbereichen Bildung, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und Interessenvertretung beschäftigten.
Zu Gast war die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv), Dr. Evelyn Schmidtke. Sie hatte sich im Vorwege die Auftritte der drei Kreisverbände im Internet angeschaut. Wie sich die Kreise darstellten, sei „ansprechend und gut“, allerdings fehle weitgehend die Möglichkeit, mit einem Link die Homepages der Ortsvereine zu erreichen, so Evelyn Schmidtke. Außerdem empfahl sie, Angaben über die Mitgliedsbeiträge und Sponsoren in den Internetauftritt aufzunehmen. Und was besonders wichtig sei, Informationen über die politische Interessenvertretung vor Ort. Die Mitarbeit der LandFrauen in den Gemeinden und die Forderungen, für die sie sich einsetzen, seien oft nicht sichtbar, merkte die Sozialwissenschaftlerin an.
Mit ihrem „Kurzporträt“ über die Arbeit des dlv sprach sie zwei Bereiche an, die auch im weiteren Verlauf der Zukunftswerkstatt eine große Rolle spielen sollten: Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Das nämlich, so die Hauptgeschäftsführerin des dlv, seien die zentralen Tätigkeitsfelder des Verbandes. Dabei gehe es bei der Öffentlichkeitsarbeit sowohl um Transparenz und Transformation nach außen wie nach innen.
Gabriele Möller, Hauptgeschäftsführerin des schleswig-holsteinischen LandFrauenverbandes, die die Zukunftswerkstatt gemeinsam mit Ulrike Michaelis, Referentin des Landesverbandes, leitete, bestätigte, dass Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit auch in Schleswig-Holstein im Mittelpunkt stünden. Um zu klären, wie das in Zukunft konkret aussehen soll, diskutierten die LandFrauen in vier Arbeitsgruppen.
Dabei kam eine Fülle von Vorschlägen zusammen. Erna Lorenzen, Kreisvorsitzende Nordfriesland, hob hervor, dass ihr besonders die so genannten Treppengespräche wichtig seien, also kurze Informationswege zwischen Landes-, Kreis- und Ortsebene.
Marga Trede, neue Präsidentin des schleswig-holsteinischen LandFrauenverbandes (beim Workshop noch Vizepräsidentin), kündigte zu diesem Thema an, dass es künftig regionale Versammlungen geben soll, zu denen mehrere Kreise eingeladen werden. Damit wolle der Landesverband die Möglichkeit, sich mit den Kreisen auszutauschen, erweitern.
Zum Thema Mitgliederentwicklung meinte Birgit Feddersen, Kreisvorsitzende Flensburg und neue Vizepräsidentin des schleswig-holsteinischen Landesverbandes: „Angesichts der gemischten Altersstruktur der Frauen, die hier versammelt sind, ist mir nicht bange, dass wir auch neue Mitglieder finden werden“.
Um aus der Fülle der Vorschläge und Ideen einen Leitfaden zu entwickeln, wurde schließlich abgestimmt. Jede Teilnehmerin konnte aus den zuvor zusammengetragenen Stichworten zu den vier Themenbereichen einen Gedanken mit einem Klebepunkt markieren. Das sorgte nicht nur für Bewegung im Tagungsraum im Osterkrug in Treia, sondern auch für Klarheit. Bei allen Themen zeigten sich nach der Abstimmung deutliche Favoriten. So lautete das Fazit der Zukunftswerkstatt:
Bildung:
Die Bildung bleibt weiterhin Eckpfeiler der Arbeit. Angebote vor Ort, die ausgewogenen Themen für junge und ältere Frauen beinhalten, sollen zentrale Bildungsangebote ergänzen. Erfragt werden muss insbesondere, welche Bedürfnisse potentielle neue und junge Mitglieder haben, um entsprechende Angebote zu unterbreiten.
Öffentlichkeitsarbeit:
Das Image soll sowohl nach außen als auch nach innen verbessert werden. Dazu sollen die Internetauftritte erweitert werden. Wichtig sind Links von der Kreis- zur Ortsebene sowie Links von der Gemeindeseite zu denen der LandFrauenvereine. Außerdem gelte es, die Talente von Mitgliedern zu nutzen.
Interessenvertretung:
Die LandFrauen wollen sich auf die Gebiete ausgewogenen Frauenpolitik (gleicher Lohn für gleiche Arbeit), die Verbesserung der sozialen Absicherung von Frauen (Vereinbarkeit von Familie und Beruf), die Stärkung des ländlichen Raumes (Breitbandversorgung) sowie die Anerkennung von Elternschaft und Familie konzentrieren.
Finanzen:
Durch Mitgliedsbeiträge, das Gewinnen von Sponsoren und Fördermitgliedern sowie ausschließlich projektbezogene Fördermittel soll die finanzielle Unabhängigkeit des Verbandes gewahrt bleiben. Das Geld soll vor allem für gute Referenten genutzt werden, denn die Qualität der Referenten sichert eine gute Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem wichtig: Geldbereitzustellen für Werbung und Information.

transparent  


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