Landfrauen/Landjugend
16.03.2009 -
Marga Trede ist neue Präsidentin des LandFrauenverbandes Schleswig-Holstein
Bild 1 Will mit dem Vorstand für eine neues Image der LandFrauen eintreten und dazu „auch mal lauter“ werden: Die neue Präsidentin des schleswig-holsteinischen LandFrauenverbandes, Marga Trede, die hier kurz nach ihrer Wahl dem Fotografen zuwinkt.
Bild 2 Ministerpräsident Carstensen ließ es sich nicht nehmen, Helga Klindt zum Abschied vom Präsidentenamt vor gut 440 LandFrauen und ihren Gästen in den Arm zu nehmen.
Fotos: H. D. Habbe
Marga Trede ist die neue Präsidentin des LandFrauenverbandes Schleswig-Holstein. Mit großer Mehrheit hatten die 443 Delegierten der Vertreterinnenversammlung im Kieler Schloss für die 52-Jährige aus Bokel gestimmt. Sie tritt damit die Nachfolge von Helga Klindt an, die nach 30-jähriger Arbeit für die LandFrauen mit anerkennenden Worten und vielen Überraschungen verabschiedet wurde.
Vor der festlichen Abschiedsfeier mit zahlreichen Gästen, darunter Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, Landwirtschaftsminister Christian von Boetticher und der Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes Brigitte Scherb, hatten die Delegierten der Vertreterinnentagung ebenfalls mit einem klaren Votum Birgit Feddersen (51) aus Wanderup zur neuen Vizepräsidentin gewählt. Unter den drei Kandidatinnen, die sich um den Präsidiumsplatz beworben hatten, konnte sich Ulrike Röhr (51) aus Reinfeld im ersten Wahlgang mit 344 Stimmen klar gegen Martina Greve aus Kollmarmarsch und Jutta Neuber aus Seefeld durchsetzten.
Neue Beisitzerin ist Ingrid Sattler (54) aus Koldenbüttel bei Friedrichstadt.
Unmittelbar nach der Wahl stellte sich das neue Präsidium bei einer
Pressekonferenz im Kieler Schloss den Fragen der Medienvertreter. Dabei kündigte die neue Präsidentin Marga Trede einen Richtungswechsel mit zwei Schwerpunkten an: die Werbung neuer junger Mitglieder und einen Imagewechsel. „Neue junge Frauen braucht das Land und wir brauchen neue aktive Frauen“, so Marga Trede. Wichtig sei, klar zu machen, dass eine LandFrau keine Kuh brauche. 70 Prozent der 37.000 Mitglieder seien gar keine Bäuerinnen mehr.
Um aber jene Frauen zu erreichen, die auf dem Lande leben, und in deren Interesse der Verband unter anderem für den Erhalt der Infrastruktur und wohnortnaher Arbeitsplätze auf dem Lande eintritt, streben die LandFrauen eine neues Image an. „Wir werden noch offensiver mit den Medien arbeiten und insgesamt lauter werden“, kündigte die neue Präsidentin an.
Vizepräsidentin Birgit Feddersen machte deutlich, dass die LandFrauen ihre Forderungen und Vorstellungen von künftigen Entwicklungen auf dem Land unter anderem durch ihre Mitarbeit in den AktivRegionen umsetzen wollen. Als Vorstandsmitglied der AktivRegion Eider-Treene-Sorge arbeite sie zum Beispiel dafür, auf dem Lande „Lebenszentren“ einzurichten. Diese sollen sowohl älteren Landbewohnern, aber auch jungen Familien und Kindern eine Begegnungs-, Betreuungs- und Beratungsmöglichkeiten sein.
Mit der Arbeit in den AktivRegionen setzen die LandFrauen ein Engagement fort, dass auch Helga Klindt während ihrer Amtszeit eine Herzensangelegenheit war. Nach 30-jähriger Arbeit für die LandFrauenbewegung wurde sie im Kieler Schloss mit herzlichen und humorvollen Reden verabschiedet.
Sichtlich geschockt war sie allerdings vom Abschiedsgeschenk des Landesvorstandes, das Birgit Feddersen vorstellte: eine Zugreise nach Hamburg mit Bungeesprung vom Fernsehturm und Überlebenstraining mit gegrillten Insekten im Park „Planten un Blomen“. Sichtlich erleichtert nahm Helga Klindt dann Taucherbrille und Schnorchel entgegen – als symbolische Geschenke, denn der Landesvorstand lädt sie zu einer U-Boot-Fahrt in der Kieler Förde ein.
Kathrin Iselt-Segert





