Schleswig-Holstein

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20.08.2010 -  

Naturfilmcamps für Jugendliche im Wildpark Eekholt

Bild - Naturfilmcamps für Jugendliche im Wildpark Eekholt


Der 14-jährige Okke Ziegs aus Hamburg dokumentiert das soziale Verhalten des Damwildes an der Futterstelle. Kameramann und Filmproduzent Dieter Hoese gibt ihm wertvolle Tipps. Foto: Karsten Paulsen


Mit der Kamera auf der Pirsch auf Damwild und Greifvögel


Das größte deutsche Naturfilmfestival „Green Screen“ in Eckernförde, das dieses Jahr zum vierten Mal stattfindet, bot erneut Jungfilmern eine Chance, ihre Talente auszuprobieren: das Naturfilmcamp im Wildpark Eekholt bei Bad Bramstedt. Die erfolgreiche Premiere hatte es 2009 gegeben. Wegen der großen Nachfrage wurden in diesem Jahr zum ersten Mal zwei Kurse organisiert.


Insgesamt 30 Mädchen und Jungen erlebten spannende Drehtage bei viel Sonnenschein, aber auch bei bedecktem Himmel und Regen. Die jüngsten Teilnehmer waren 12, die ältesten 18 Jahre. Alle hatten ein gemeinsames Ziel: unter Anleitung des renommierten Kameramanns und Filmproduzenten Dieter Hoese aus München echte Natur- und Tierfilme zu drehen.


Hoese hat viele Jahre mit dem bekannten Naturfilmer Heinz Sielmann zusammengearbeitet. Gern gebe er seine Kenntnisse und Erfahrungen an den Nachwuchs weiter, versichert er. Vom Wildpark-Team begleitete der Diplom-Ingenieur für Landespflege Jan Hellwig die Filmemacher und beriet sie fachlich. Außerdem betreuten die Medienpädagogin Nadine Lindenau und der Student der Sozialpädagogik Steffen Lorenz, beide aus Kiel, die jungen Teilnehmer bei ihrer Arbeit.


Während der zwei Wochen stellte der Wildpark Eekholt sein Projektgruppengelände für das Camp zur Verfügung. Die Jungfilmer übernachteten in den „Nurdachhäusern“. Luftmatratze und Schlafsack brachten sie mit. Das sommerliche Naturgelände des Wildparks mit seinen zahlreichen heimischen Wildtierarten, den vielen Möglichkeiten, Tiere hautnah bei den Fütterungen zu beobachten und zu filmen, sowie mit den falknerischen Flugvorführungen mit Greifvögeln und Eulen boten viele reizvolle Motive für die angehenden Tierfilmer. „Erkenntnisse sammelt man durch Erleben“, habe Sielmann einmal gesagt, erinnerte sich Kameramann Hoese. Dieser Rat gelte heute noch.


Die Jungfilmer behandelten in ihren jeweils fünfminütigen Beiträgen vier Themen: das Sozialverhalten des Damwildes sowie des Schwarzwildes, Tiere auf dem Baum und Tiere im Wald. Für ihre Aufnahmen brauchten die Teilnehmer vor allem viel Geduld, ein scharfes Auge für das Wesentliche, eine ruhige Hand und gutes Licht. „Beim Filmen sollte nicht zu viel gezoomt und meistens ein Stativ verwendet werden“, riet Filmemacher Hoese.


Während des Naturfilmfestivals Green Screen in Eckernförde, das dieses Jahr vom 9. bis 12. September stattfindet, werden die Kurzbeiträge der Jungfilmer vorgeführt und mit professionellen Filmemachern diskutiert.


Karsten Paulsen


 


 


 


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