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09.07.2010 -
Ein Bypass für die Treene
135 m lang und 4 m breit ist die Umleitung der Treene. Foto: Ingrid Bilet
Bauarbeiten erfordern eine Umleitung des Flusses
Die einen sagen im Scherz, dass die Treene in Treia zurzeit einen „Nebenfluss“ hat, für andere ist das ein Kanal, und ein Fachmann sprach von einem Bypass. Auf jeden Fall handelt es sich hier wie in der Medizin um eine Umleitung der Flussbahn. Die Rede ist von der Treene in Höhe des Pastorats, wo im Zuge der Arbeiten zur Herstellung der Durchgängigkeit des Sohlabsturzes seit Wochen schon umfangreiche Arbeiten durchgeführt werden.
Diese Baumaßnahme macht es erforderlich, dass das Flussbett zur Fortführung der Arbeiten trockengelegt wird, wofür mehrere Pumpen und auch Bagger eingesetzt werden. Voraussetzung ist, dass das fließende Treenewasser während der Bauarbeiten aus dem Baubereich herausgehalten wird. Mit Spundwänden wurde der Bypass in einer Länge von 135 und einer Breite von 4 m geschaffen und die Treene an beiden Seiten, ebenfalls mit Spundwänden, abgesperrt.
Das auf diese Weise umgeleitete Treenewasser hat im Kanal, über den sogar eine Brücke führt, je nach Wasserstand eine Höhe von 0,80 bis 1,30 m. Bei einem niedrigen Wasserstand werden durch den Bypass 4 m3/s abgeleitet, bei hohem Wasserstand sogar 9 m3/s.
Zurzeit sind auf der Baustelle vier Mitarbeiter der Baugesellschaft Bergemann-Gräper aus Lübeck damit beschäftigt, das Treenebecken mithilfe von Pumpen und anderem Gerät ganz trocken zu bekommen, damit die weiteren Arbeiten ausgeführt werden können. Es ist damit zu rechnen, dass der „Treene-Kanal“ noch zirka zwei Monate seinen Zweck zu erfüllen hat, bis der Fluss nach abgeschlossener Umwandlung an dieser Stelle in Sohlgleiten wieder seinen gewohnten Lauf nehmen kann.
Ingrid Bilet





