Schleswig-Holstein

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26.02.2010 -  

Die Rückkehr der großen Säugetiere

Bild - Die Rückkehr der großen Säugetiere

Die Isegrime stehen wieder im Mittelpunkt bei den „Eekholter Wolfsnächten“ am 27. und 28. Februar, jeweils ab 14 Uhr. Foto: Karsten Paulsen


Deutscher Wildgehege-Verband veranstaltete zum 40-jährigen Jubiläum ein Seminar im Wildpark Eekholt


Der Deutsche Wildgehege-Verband (DWV) beging sein 40-jähriges Bestehen im Wildpark Eekholt. Die bundesweit mitgliedstärkste Organisation von Wild- und Tierparks sowie einiger Zoologischer Gärten hielt gleichzeitig ihre Jahreshauptversammlung ab sowie ein Seminar zum Thema „Die Rückkehr der großen Säugetiere“ wie Wolf, Elch, Luchs und Bär.


Der Begründer des Wildparks Eekholt, der im vergangenen Jahr verstorbene Dr. h. c. Hans-Heinrich Hatlapa, war Mitbegründer und langjähriger erster Vorsitzende des DWV. Seine 23-jährige Führungsarbeit und Verdienste würdigte Vorsitzender Eckhard Wiesenthal aus Göttingen – vor über zehn Jahren eine Zeitlang Geschäftsführer des Wildparks Eekholt – vor rund 100 Mitgliedern und Ehrengästen. Bereits damals habe Hatlapa von der „sich von der Natur entfernenden Gesellschaft“ gesprochen und dass es wichtig sei, „über die heimische Natur zu informieren und zu lehren“, erinnerte die Leiterin der Wildparkschule in Eekholt, Ute Kröger.


Am Rande der Jubiläumsveranstaltung richtete der DWV ein Seminar zum Thema „Die Rückkehr der großen Säugetiere“ wie Wolf, Elch, Luchs und Bär aus. Auf der Basis von Fachvorträgen entwickelte sich eine anregende Podiumsdiskussion. Dabei ging es auch um die Fragen: Wie sollen Tiergärten mit der Rückkehr der großen Säugetiere umgehen? Wie informieren sie ihre Gäste, und wie sollten sie sich gegenüber Interessenverbänden aus Jagd, Fischerei, Tierschutz und Naturschutz positionieren? Die Erkenntnisse aus diesem Seminar sollen in ein Positionspapier fließen, kündigte Vorsitzender Wiesenthal an. Dabei werde die Bedeutung einer gewissen Einheitlichkeit in den Managementplänen der Bundesländer eine Rolle spielen. „Letztendlich soll das Positionspapier den Rückkehrern ebenso wie unserer Gesellschaft zugutekommen.“


Wiesenthal weiter: „Nicht selten haben Tiergärten zu einer erfolgreichen Wiederansiedelung der unterschiedlichsten Arten beigetragen und es verstanden, ihre Gäste für die Tierarten zu begeistern und ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Natur zu fördern. Nach diesen ersten Rückwanderern nehmen Emotionen zu. Die Aufgabe einer möglichst objektiven Information obliegt dabei den Zoos, Tier- und Wildparks wie kaum einer anderen Bildungsstätte.“


Wildparkgeschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck erklärte zum Wolfsmanagementplan des Landes: „Das Land hatte bereits frühzeitig einen Runden Tisch zu diesem Thema einberufen. Ein Positionspapier wird voraussichtlich in der ersten Hälfte dieses Jahres von Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf im Wildpark Eekholt vorgestellt.“


Die „Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für verschiedene Maßnahmen zur Sicherung des Bestandes zu- und durchwandernder Wölfe in Schleswig-Holstein (Wolfsrichtlinie)“ ist im Amtsblatt für Schleswig-Holstein 2009, Ausgabe vom 2. Juni 2009, Seite 581 ff. veröffentlicht worden.


40 Jahre besteht in diesem Jahr auch der Wildpark Eekholt. Das Jubiläum wird am 30. Mai feierlich begangen.


Karsten Paulsen


 


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