Agrarpolitik
03.02.2012 -
Bilanz der Internationalen Grünen Woche 2012
In der Halle des Bmelv zeigten unter anderem Köche Schulklassen, wie Rote Bete schmeckt und was man aus ihr machen kann. Alle Sinne wurden hier aktiviert. Foto: Ann-Katrin Gerwers
Größtes agrarpolitisches Treffen seit Bestehen
Die diesjährige Grüne Woche verzeichnete die höchste Besucherzahl seit vier Jahren. Über 420.000 Gäste strömten vom 20. bis 29. Januar in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm. Die Pro-Kopf-Ausgaben der Verbraucher lagen mit 111 € leicht über dem Vorjahresniveau und bescherten den Ausstellern Umsätze von rund 47 Mio. €. Auch die Anzahl der Fachbesucher stieg im Vergleich zur letzten IGW um 5.000 auf über 105.000 Branchenvertreter. Rund 70 Landwirtschaftsminister aus aller Welt, die etwa die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentierten, reisten nach Berlin. Vertreter der offiziellen Länderbeteiligungen hoben in übereinstimmenden Aussagen die guten Kontakt- und Präsentationsmöglichkeiten auf der Messe hervor. Mit einer Beteiligung von 1.624 Ausstellern aus 56 Ländern und einer Ausstellungsfläche von 115.000 m2 erreichte die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau das Rekordniveau der Vorjahre.
Mit der neu konzipierten Deutschlandtour durch sieben Hallenkomplexe bestand die „Straße“ der 14 beteiligten Bundesländer ihre Feuertaufe. Regionale Spezialitäten von der Küste bis zu den Alpen erfreuten sich großer Beliebtheit beim Publikum.
Nach der Analyse eines unabhängigen Marktforschungsinstitutes konnte der überwiegende Teil der Aussteller seine Messeziele in hohem Maße realisieren und war mit dem geschäftlichen Verlauf der Messe zufrieden. Darüber hinaus erwarteten zwei Drittel der Aussteller ein sehr gutes bis zufriedenstellendes Nachmessegeschäft. 84 % aller Aussteller zeigten sich mit dem Messeverlauf insgesamt zufrieden. 97 % der Privatbesucher und 93 % der Fachbesucher äußerten sich positiv über ihren Grüne-Woche-Besuch.
Bei den Fachbesuchern standen die Informationen über die angebotenen Produkte, Brancheninformationen sowie die Kontaktpflege im Vordergrund. Die Fachbesucher stammten vor allem aus der Land- und Forstwirtschaft, der Nahrungs- und Genussmittelindustrie und dem Handel. Die Privatbesucher kamen in erster Linie, um Spezialitäten aus aller Welt und Innovationen der Branche kennenzulernen, sowie wegen des Erlebnischarakters der Grünen Woche. pm





